Stendal l Die Rolandstädter setzten sich im Semifinale beim Verbandsliga-Spitzenreiter Blau-Weiß Zorbau hauchdünn 1:0 (1:0) durch und schafften damit diesen Sprung. Doch wer ist der Gegner im Endspiel?

Finale steigt am 21. Mai

Im zweiten Halbfinale des Landespokal-Wettbewerbs stehen sich noch Verbandsligist BSV Halle-Ammendorf und 1. FC Magdeburg (3. Liga und Pokal-Verteidiger) gegenüber. Ort und Austragungstermin dieser Partie sind derzeit noch offen. Das Finale soll am 21. Mai ausgetragen werden.

Die Stendaler Lok-Kicker, die bereits fünf Mal im Finale standen (drei Siege), haben mit diesem Sieg in Zorbau auch einen großen Schritt in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals gemacht.

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Qualifiziert sich der 1. FC Magdeburg wie in den beiden vergangenen Spielzeiten über die 3. Liga für die Pokalrunde, wäre Lok auch dabei.

Fokus liegt auf der Oberliga

Pokalfinale und DFB-Teilnahme interessieren Lok-Trainer Sven Körner jetzt erst einmal weniger. „Ich freue mich natürlich über diesen Erfolg, aber für uns geht es jetzt vorrangig darum, weiter Punkte in der Oberliga zu sammeln und uns auf das Spiel am Donnerstag in Barleben vorzubereiten. Wir wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich sichern. Darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren, das Pokalfinale ist noch ganz weit weg.“

Dennoch hat seine Mannschaft natürlich den Halbfinalsieg am Sonntag gebührend gefeiert. „Sie sind in Stendal in irgendeiner Bar verschwunden. Wenn man herausragende Leistung bringt, soll man auch herausragend feiern.“

Videoanalyse von Zorbau

Beigetragen zu diesem Sieg hat auch eine Videoanalyse der Stendaler am Sonnabend: „Wir haben die Stärken und Schwächen des Gegners studiert, wie sie bei Standards einlaufen oder bei Ecken von uns stehen. Es ist natürlich immer schwer, gegen eine unterklassigere Mannschaft zu spielen. Wir wussten, was uns erwartet: ein starker Gegner mit Struktur.“

Körner verhehlt natürlich auch nicht, dass sein Team in der Anfangsphase bei den Chancen der Zorbauer Glück gehabt hat. Auch dass nach der ersten Stendaler Möglichkeit gleich der entscheidende Treffer fällt, hat in die Karten der Altmärker gespielt.

Lok Stendal verteidigt die Führung

Danach haben die Gäste hinten sicher gestanden, nichts mehr anbrennen lassen und die Führung verteidigt.

„Wir müssen natürlich versuchen, auch in schwierigen Phasen mehr Ballkontrolle und Sicherheit zu haben, um Konter zu fahren und etwas Luft zu holen“, legt Körner den Finger in die Wunde. Zorbau hat mit seinen langen Bällen die Stendaler zu weit hinten reingedrängt. Am Ende zählte jedoch nur der sportliche Sieg und der Einzug ins Endspiel.

Ab Dienstag gilt jedoch die ganze Aufmerksamkeit der Vorbereitung auf die Oberliga-Partie in Barleben am Donnerstag.