Stendal l  Im Finale bezwang Rot-Weiß Arneburg Medizin Uchtspringe 3:1. Der Erfolg der Rot-Weißen war am Ende hoch verdient, zeigten sie sich deutlich präsenter als die Mediziner auf dem Platz.

So sah es auch Uchtspringes Kapitän Christoph Scheel nach dem Abpfiff: „Glückwunsch an Arneburg. Die 90 Minuten von uns kann man komplett streichen. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Arneburg stand uns immer auf den Füßen.“

Da hatte Scheel das ausgedrückt, was die 820 zahlenden Zuschauer über die gesamte Spielzeit gesehen hatten. Uchtspringe hatte schon nach wenigen Minuten Glück, dass der gute Schiedsrichter Michael Müller bei einem Handspiel von Robin Stoppa nicht auf den Punkt zeigte.

Gefahr durch Standardsituationen

In der Folge segelten erstmal eine Reihe von Standards vor das Medizin-Gehäuse. Keeper Daniel Meinert und seine Abwehr bereinigten die Situationen zunächst.

Die erste größere Möglichkeit hatte dann Karsten Müller, kam aber nicht an die Kugel, die Meinert schließlich begrub. In der 22. Minute jubelte aber Arneburg. Julien Maier bediente den am Fünfmeterraum frei stehenden Christopher Bünnig. An dessen Abschluss war Schlussmann Meinert zwar noch dran, doch die Kugel flutschte in die Maschen – 1:0 Arneburg.

Jubel währt nur kurz

Die Freude war noch nicht richtig verhallt, da zeigte Schiedsrichter Müller auf der Gegenseite auf den Punkt. Danny Kiefel hatte Marcel Brinkmann regelwidrig gestoppt. Brinkmann selbst schnappte sich das Leder und verwandelte bombensicher zum 1:1.

Der Treffer rüttelte Uchtspringe trotzdem nicht wach. Arneburg war weiter zweikampfstärker und läuferisch stark unterwegs. Nach einer knappen halben Stunde gab es einen lauten Knall. Christian Nix hämmerte das Leder per Freistoß ans Lattenkreuz.

Runge legt Ball in das eigene Tor

Bekannt in Uchtspringe dürften auch die langen Einwürfe von Michael Winkelmann sein. Nach 40 Minuten segelte einer in den Strafraum auf den Fuß von Michael Runge, der die Kugel unglücklich ins eigene Tor legte – 2:1 Arneburg. Bitter verlief der Tag für Arneburgs Herrmann Huchthausen. Nach Zusammenprall mit Marcel Brinkmann lautete die Diagnose Nasenbeinbruch und Krankenhaus.

Die letzte Chance vor der Pause schoss Markus Becker über das Uchtspringer Tor. Die zweite Hälfte begann deutlich ruhiger und lief zwischen den Strafräumen ab. Arneburg blieb präsenter. Die langen Bälle von Uchtspringe wurden von RWA locker beseitigt. Nach 64 Minuten wurde eine dieser Aktionen abgefangen, schnell auf Markus Becker umgeschalten, der noch Torwart Meinert umkurvte und zum 3:1 einnetzte.

Dies war die Vorentscheidung. Im Gegenzug wurde Marcel Brinkmann freigespielt, traf aber die Kugel vor Keeper Stephan Boy nicht richtig. Die Abwehr klärte.

In der Folge sammelte Uchtspringe einige gelbe Karten, die Partie war aber keineswegs unfair. Danach rafften sich die Mediziner noch zum Schlussspurt auf. Ein gutes Zusammenspiel von Marcel Brinkmann und Pascal Lemke holte Boy aus dem Eck. Auch einen Freistoß von Brinkmann fischte Boy raus. Kurz darauf hätte fast Danny Kiefel noch ein Eigentor produziert.

Platzverweis in der Nachspielzeit

Doch Arneburg ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Uchtspringes Michael Adam sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot. Danach stürmten die Arneburger mit dem Abpfiff das Spielfeld und jubelten.