Stendal l Es erfolgt durch das Pokalgeschehen eine zweiwöchige Pause (nächster Spieltag am 16./17. Oktober).

Insgesamt sind in dieser Klasse 34 Spieltage angesetzt, es fließt also noch viel Wasser von der Elbe in die Nordsee, bis der Staffelsieger feststeht. Dennoch kann für die drei Mannschaften aus dem Landkreis Stendal schon ein kleines Zwischenfazit gezogen werden.

Saxonia überrascht

Überaus zufrieden mit dem bisherigen Verlauf ist Aufsteiger Saxonia Tangermünde. Fünf Partien (einmal spielfrei) haben die Elbestädter bisher absolviert – und alle gewonnen. Besser geht es eigentlich nicht. Das Meisterstück lieferte Saxonia dabei gegen den Staffelfavoriten Preussen Magdeburg ab, als nach 0:1-Rückstand im eigenen Stadion noch 2:1 gewonnen wurde. „Da haben wir gesehen, dass wir gegen solche Mannschaften mithalten können“, sagte Trainer Steffen Lenz.

Am Ende fehlte Saxonia vielleicht etwas die spielerische Leichtigkeit des Saisonstarts, so dass kämpferische Elemente herhalten mussten. Dennoch waren nach 90 Minuten die Ergebnisse deutlich.

Warnau nach gutem Start glücklos

Mit Platz sechs ist der SSV Havelwinkel Warnau auch noch im Plan. Die Kurve zeigt indes nach unten. Am Anfang der Saison gewann die umgebaute Mannschaft um Neu-Trainer Michael Tiersch drei Spiele in Folge. Auch das 0:0 gegen das Spitzenteam aus Burg war noch kein Rückschlag. Doch plötzlich brannte der Ofen im Havelwinkel nicht mehr. Die 0:2-Niederlage in Thale war hart, aber danach folgte ein deutliches 1:5 auf eigenem Platz, seit Jahren eine Festung für die Warnau-Kicker, gegen Union Heyrothsberge, die so nicht eingeplant war.

„Warnau ist eine Mannschaft, gegen die wir in der Vergangenheit nie gut ausgesehen haben“, erkannte Union-Trainer André Hoof. Die Gäste entschlüsselten jedoch die DNA der Warnauer mit einem eigenen taktischen Plan: Fünfer-Abwehrriegel, drei „Sechser“ und zwei schnelle Konterstürmern. Mit Erfolg.

Den Hebel wieder umlegen

Sorgenkind aus ostaltmärkischer Sicht ist derzeit der TuS Schwarz-Weiß Bismark. Die Mannschaft um Trainer Christoph Grabau hat erst drei Punkte (3:1 beim Magdeburger SV Börde) auf der Habenseite und steht vor der Pause im Tabellenkeller.

„Wir wussten, dass es schwer wird und die Mannschaft Zeit braucht. Die Frage ist natürlich, wieviel Zeit sie bekommt. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Bismark in so einer Situation steckt. Wir haben noch genügend Spiele, um alles in richtige Bahnen zu lenken“, sagt Grabau zur derzeitigen Lage seines Teams.

TuS Bismark bleibt gelassen

In der Tat, das Urgestein dieser Liga hat in den vergangenen Jahren öfters im Abstiegskampf gelebt, den Kopf aber immer wieder erfolgreich aus der Schlinge gezogen. Der Vorteil: die Bismarker kennen sich mit solchen Gegebenheiten aus und bleiben in allen Etagen des Vereins ruhig.

Eine Pause haben alle drei Mannschaften am Wochenende dann doch nicht.

Im Landespokalwettbewerb erwartet TuS Bismark das Team des SV Westerhausen und der SSV Havelwinkel Warnau ist Gastgeber für den Ummendorfer SV. Beide Spiele werden am Sonnabend um 14 Uhr angepfiffen.

Saxonia Tangermünde hat ein Testspiel beim Heide-Team in Jävenitz angesetzt (Sonnabend 13 Uhr).