Stendal l Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar sprach nach dem Spiel mit dem Lok-Keeper.

Volksstimme: Herr Westphal, 0:4 gegen Greifswald verloren. Ihren Einstand haben Sie sich sicher anders vorgestellt, oder?

Steffen Westphal: Das Ergebnis ist für uns alle enttäuschend. So einen Start haben wir uns nicht erhofft. Jetzt gilt es, das Spiel abzuhaken. Wir müssen nach vorn schauen und schnellstmöglich Punkte holen.

Volksstimme: Was hätte anders laufen müssen?

Wir hätten von Anfang an wacher sein müssen, mehr Laufbereitschaft zeigen und die Zweikämpfe annehmen müssen.

Volksstimme: Was war die Spielidee?

Gegen so einen Gegner wollten wir schon aus einer kompakten Abwehr herausspielen. Das ist uns dann leider nicht so gelungen.

Seit wann haben Sie gewusst, dass sie gegen Greifswald im Tor stehen werden?

Das war in der Winterpause ein offener Zweikampf mit Bryan Giebichenstein. Mitte dieser Woche hat der Trainer mit uns beiden dann ein Gespräch geführt. Da kam dann heraus, dass ich spielen werde. Ich habe zwar in der Hinrunde nicht gespielt, aber beim Training immer Vollgas gegeben.

Volksstimme: Werden Sie weiter im Tor stehen oder war es nur gegen Greifswald?

Auch in den nächsten Spielen, so hoffe ich. Ich persönlich gehe davon aus, dass ich wieder spielen werde.

Sie hatten einige Probleme nach Rückpässen bei den Abschlägen, bei der Spieleröffnung, da war oft noch ein gegnerischer Spieler am Ball. Mussten Sie den Ball immer annehmen?

Hier auf diesen Platz mit einem Kontakt zu spielen, das ist schon sehr riskant. Deshalb wollte ich immer auf Nummer sicher gehen und mit zwei Kontakten spielen.

Wie war für Sie die Zeit ohne ein Spiel?

Das gehört dazu. Du weißt, es kann immer nur einer spielen, da musst du mit der Situation klarkommen, dass du auch eine Zeit lang auf der Bank sitzt. Von daher heißt es dann eben immer abwarten.

Wie schätzen Sie den Zweikampf mit ihrem Konkurrenten, der in der ersten Halbserie Stammtorhüter war, ein?

Es ist ein fairer Zweikampf. Konkurrenzkampf ist da, aber wir verstehen uns gut. Es ist dennoch wichtig, dass beim Training ein vernünftiges Klima herrscht. Es gibt zwischen uns kein böses Blut. Alles ist okay.