Stendal l Im Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga Nord hat es  zwischen dem gastgebenden Rangzweiten HV Lok Stendal und Tabellenführer HSV Haldensleben ein 31:31-Unentschieden gegeben. Durch dieses Ergebnis bleibt es an der Spitze so, dass Haldensleben vor Stendal ganz vorn liegt, aber die HSG Osterburg (Sieger gegen Langenweddingen) lauert auf Rang drei.

In der Stendaler Sporthalle an der Schillerstraße gingen die Gäste durch Christoph Frank in der zweiten Spielminute in Front. Erik Leinung und Chris Rosentreter erreichten zwar anschließend prompt den Führungswechsel, doch es blieb in der Folge ausgeglichen.

Für die Haldensleber Mannschaft erzielte Frank übrigens alle fünf Treffer zum Spielstart. Die HVL-Abwehr bekam den Torjäger nur sehr schwer in den Griff.

Remis zur Pause

Stendals Mannschaft aber steigerte sich bis zur Mitte der ersten Spielhälfte erheblich. Das untermauerte Markus Grimmer mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 11:7 in der 18. Minute der Partie. Spätestens zu diesem Zeitpunkt aber steigerten sich die Gäste, waren auch nach 9:13-Rückstand voll konzentriert und kamen Schritt für Schritt heran an den Gastgeber. Zur Halbzeitpause hieß es leistungsgerecht 16:16-unentschieden.

Showdown in der Schlussphase

Die Stendaler Mannschaft erarbeitete sich zu Beginn der zweiten Spielhälfte zweimal einen Zweitore-Vorsprung. Doch die Gäste konterten, Nick Blume markierte den Zwischenstand von 21:22 (43.). Tim Krähe antwortete mit dem Treffer zum 24:22 (45.). In der Folge gelang es bis zur 57. Minute keinem Team mehr, mit mehr als einem Tor zu enteilen. Stendals Tom Schumann brachte sein Team da mit 31:29 in Führung. Die Halle tobte.

Doch der Gast reagierte taktisch klug. Zunächst gelang Tim Teßmann der Anschlusstreffer zum 31:30. Danach erhielt Stendals Rosentreter zwei Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe, für die er eigentlich nicht viel konnte, weil ein Haldensleber praktisch in ihn hinein lief. Den fälligen Siebenmeter markierte Frank zum 31:31-Endstand.

Ziekau sieht leistungsgerechtes Ergebnis

Stendals Coach Frank Ziekau schätzte rückblickend ein: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe und damit am Ende auch ein gerechtes Ergebnis. Bei Haldensleben ragte Torjäger Frank heraus, den wir in der zweiten Halbzeit in Manndeckung genommen haben. Die Gäste wollen aufsteigen, doch ob das mit Konzentration auf einen Spieler gelingt, das bezweifle ich.“

Für die Altmärker geht es weiter mit heißen Spielen. Am kommenden Wochenende reist Stendal nach Langenweddingen und in Seehausen gibt es das Kreisderby der SG gegen die HSG Osterburg.

Statistik

HV Lok Stendal: Kurze, Götzky - Schumann 10, Gercke 4, Leinung 2, Krähe 7, Hepper, Stephan, Rosentreter 3, Tembe 3, Görnemann, Grimmer 2, Dietze, Ryssmann.

HSV Haldensleben: Strauß, Möritz 1, Buchwald, Teßmann 1, Frank 14, Blume 4, Bierhals, Wuzel 1, Wölkerling 3, Zinkler, Tysack 3, Köcke 3, Weinert.