Stendal l In der Handball-Verbandsliga Nord hat die Männermannschaft des HV Lok Stendal am Ende der Punktspielserie 2018/19 mit dem Punktverhältnis von 17:31 Zählern den achten Tabellenplatz belegt.

HV Lok mit personellen Problemen

Das sieht zunächst recht unspektakulär aus. Doch von Beginn der Saison an hatten es die Rolandstädter mit ausgesprochen vielen Fällen von personellen Problemen zu tun. Neben Verletzungen/Erkrankungen (u. a. Chris Rosentreter, Norman Elsner, Andree Hentschke, Robert Stephan, Tom Schumann) gab es arbeits- und studiumbedingt Ausfälle, die sich natürlich auf das Leistungsniveau auswirkten.

„Insbesondere in den Begegnungen gegen Eintracht Gommern und Klein Oschersleben waren wir sehr weit von unserem eigentlichen Niveau entfernt und haben verdient sehr deutlich verloren“, so rückblickend Jörg Schulze, der die Mannschaft bereits seit einigen Jahren zusammen mit Frank Ziekau trainiert.

Bis weit in die zweite Halbserie hinein musste man sehr um den Verbleib der altmärkischen Mannschaft in der zweithöchsten Spielklasse des Bundeslandes bangen.

Heimstärke ist Trumpf im Saisonfinale

Dann aber füllte sich der bis dahin arg gebeutelte Mannschaftskader und das HVL-Team kam schließlich wieder in die Gänge. Ganz wichtig war, dass in den letzten fünf Heimspielen der Saison konzentriert auf Sieg gespielt wurde, was schließlich auch erreicht wurde.

„Wir haben da gemerkt, dass wir doch noch Handball spielen können. Ganz besonders wollten wir uns, in diesem Zusammenhang, bei unseren Fans bedanken, die uns gepuscht haben“, so der HVL-Coach Schulze.

Gercke feiert guten Einstand

Im Mannschaftskader des Stendaler Teams hat es in den letzten beiden Jahren keine richtig gravierenden Änderungen gegeben. Einziger Neuzugang in der Serie 2018/19 war der aus Salzwedel gekommene Linkshänder Ludwig Gercke, der bereits zuvor zumindest schon mehrfach mit dem Stendaler Team mittrainierte. Er konnte sich schließlich sehr gut etablieren und ist mit 99 Saisontreffern der zweitbeste Saison-Torschütze des HV Lok geworden.

Die Kreisstädter haben den beiden anderen Männerteams aus dem Kreis, die in der kommenden Serie in der Verbandsliga Nord am Ball sind, etwas voraus.

Das ab dem Spätsommer in der Bezirksliga der A-Jugend aktive männliche Team hat ein richtig gutes Niveau und sorgt dafür, dass man in Stendal optimistisch sein kann.