Seehausen l Einige Jahre mussten schon vergehen, bis das eintrat, was man im Seehäuser Handball-Lager ersehnt hatte. Die zweite Männermannschaft des Vereins setzte sich am Sonntag im Nordliga-Kreisderby gegen Preussen Schönhausen durch, und zwar am Ende deutlich mit 31:24.

„Unser gutes Abwehrverhalten war der Grundstein für unseren Erfolg. Wie ein Bollwerk haben wir auf die Angriffe der Preussen reagiert“, freute sich SG-Spielertrainer Christoph Rauch mit seinem Team.

Seehäuser setzen taktisches Mittel ein

Schönhausen gilt als besonders wurfstark. Darauf reagierte das inzwischen mit recht vielen ehemaligen Aktiven aus der höchsten Spielklasse von Sachsen-Anhalt aufwartende Team aus der nördlichen Altmark mit einer sehr kompakten und dennoch variabel reagierenden Abwehr, besonders im Mittelblock.

Das im Schnitt richtig groß gewachsene Team der Preussen war es bis dato gewohnt, etliche Sprungwurftore zu erzielen. Das gelang im Derby nicht gerade häufig, weil die Seehäuser körperlich sehr gut dagegen hielten. „Das haben sie diesmal sehr gut gemacht. Wir haben uns gegen diese Abwehr mächtig schwer getan. Der Sieg der Gastgeber war verdient“, erkannte Preussen-Spielertrainer Steffen Arndt neidlos an.

Helge avanciert zum Matchwinner

Mann des Spiels war zweifelsfrei SG-Keeper Christopher Helge, der seit dem C-Jugendalter im Seehäuser Gehäuse steht. Mit etlichen äußerst reaktionsschnellen Paraden raubte er den Preussen den Nerv. „Unsere Deckung hat es mir aber auch erleichtert“, merkte er nach Spielschluss bescheiden an.

Derby heißt oftmals auch Kampf auf Biegen und Brechen sowie Härte. Eine gesunde Härte war in dieser Begegnung zweifellos auch vorhanden, doch die Spieler blieben fair. Am Ende war in diesem Match nur eine Zweiminutenstrafe zu registrieren.

Hoffen auf Heimspiele im neuen Gewand

Noch in dieser Saison, so hoffen die Preussen, werden sie erste Heimspiele in der neuen Sporthalle Schönhausens bestreiten können. In der Woche bis zum 12. Mai soll das Sport-Domizil übergeben werden. Klappt das, könnten dort noch zwei, drei Preussen-Punktspiele über die Bühne gehen.

Die Serie ist diesmal lang. Die in Schönhausen wohnende Frauenhandball-Erfolgstrainerin Anja Wachholz trägt sich mit dem Gedanken, beim Verein Preussen den Mädchenhandball zu etablieren.