Seehausen l Und das zurecht. Die SG Seehausen hat in der Handball-Verbandsliga das Duell gegen die HSG Osterburg mit 28:24 für sich entschieden.

„Einfach nur geil“, sprudelte es nach Spielschluss nicht nur bei SG-Coach Frank Leo heraus, sondern auch bei Daniel Cornehl. Nach vielen Jahren haben die Seehäuser endlich mal wieder ein Derby gegen den Ortsnachbarn gewonnen.

HSG erwischt den besseren Start

Die Partie brauchte ein bisschen Anlaufzeit. Erst nach vier Minuten gelang Cornehl das erste Tor im Spiel, welches postwendend von Leonard Epler gekontert wurde. Danach unterliefen den Seehäusern zahlreiche Fehler, die die Osterburger zu einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung ausnutzten – 1:3, 2:4, 3:5.

Vier-Tore Vorsprung zur Halbzeit

Die Leo-Sieben brach aber nicht ein und Oliver Wille, der die perfekten Anspiele von Torwart Christopher Nöring zum 5:5 und wenig später zum 6:5 verwertete, brachte sie gar wieder in Front. Es ging danach bis zum 7:7 ausgeglichen weiter, doch da merkte man bei der HSG schon an, dass es im Angriff hakte. Beim Stand von 9:7 für die SGS zog Osterburg die grüne Karte – Auszeit (20.). Das brachte aber nicht erwünschte Wirkung. Im Gegenteil – Seehausen zog an und hatte in der 29. Minute ein Fünf-Tore-Polster herausgeworfen – 15:10. Zur Halbzeit hieß es 15:11 (Tor Sebastian Papendiek).

Die Pause tat den Söhnel und Co. nicht gut. Die Biesestädter kamen besser aus der Kabine und in der 38. Minute zum 16:15-Anschluss (Thomas Kuhlmann). Leo reagierte, nahm die Auszeit und fortan lief es wieder besser beim Gastgeber. Fünf Tore in Folge zum 22:16 (Oliver Wille) bedeuteten die Vorentscheidung.

Gastgeber bringen den Sieg über die Zeit

Die HSGler fanden nicht mehr zu ihrem Spiel und ein weiterer Vier-Tore-Lauf zum 28:21 ließ alle Hoffnungen der Gäste dahin schwinden, dass sie hier noch was mitnehmen würden. Am Ende hieß es 28:24 für die Seehäuser, die den Sieg gebührend feierten.

„Wir haben die letzten Jahre kein Derby gewonnen und du ziehst das hier so durch, ist einfach nur geil. Wir haben uns ganz sicher gefühlt, dass wir das Spiel gewinnen werden. Auch als Osterburg auf ein Tor herangekommen ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass wir verlieren. Sie haben von unseren Fehlern gelebt und die mussten wir nur abstellen. Dann haben wir umgestellt und es wieder hinbekommen“, so Leo abschließend.

Statistik

SG Seehausen: Nöring, Helge - Mittag 1, Philipp 1, Bertram 7, Müller 1, Cornehl 2, O. Wille 7, Walenciak 1, C. Söhnel, F. Wille 1, Wagener 3, A. Söhnel 2.

HSG Osterburg: Feindt, Bretschneider, Krahnert - Prax 2, Kiebach 2, T. Kuhlmann 6, A. Kuhlmann, Papendiek 3, Harwart, Epler 5, Skorz 2, Krüger, Gose, Zierke 4.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Christian Söhnel (43./Seehausen) und Philipp Kiebach (57./Osterburg)