Tangermünde l Unter anderem war er lange Jahre  Sektionsleiter bei Empor beziehungsweise dem Turn- und Sportverein. Doch auch andere sportliche Herausforderungen wie zum Beispiel Tauchen und Handball zogen ihn in seinen Bann. Heute wird Werner Gehlhar 70 Jahre alt. Gehlhars Lieblingssportart aber war eindeutig Judo. In dieser Kampfsportart war er zunächst erfolgreich als Aktiver, unter anderem während seines Studiums in Rodewisch und Berlin.

Er ist Träger des 4. Dan, war über 40 Jahre lang Judotrainer und ebenfalls lange Zeit Sektionsleiter Judo beim TSV Tangermünde. Im Jahr 1978 übernahm er als junger Diplomsportlehrer das Training und die Sektion Judo von Dynamo Stendal/Tangermünde.

Gründung eines Trainingszentrums

Nach dem Vereinswechsel zu Empor Tangermünde im Jahr 1980 gründete Werner Gehlhar im Auftrag des damaligen Bezirkstrainers Lücke das Trainingszentrum Judo. Auf Grund seiner guten Arbeit in diesem Trainingszentrum und den daraus resultierenden Leistungen, brachte er sehr erfolgreiche Judokas im DDR-Maßstab heraus. Einige von ihnen konnte er auch im Verein binden, sie sind teilweise selbst Trainer im TSV.

Im Jahr 2018 ging sein persönlicher Traum, einen Judo-Dojo in Tangermünde zu eröffnen, in Erfüllung. Das kostete zwar ausgesprochen viel Kraft und persönliches Engagement, doch es lohnte sich natürlich für die Kampfsportler.

Werner Gehlhar kümmert sich derzeit noch um die Sponsoren für die Sektion beziehungsweise Abteilung Judo.

Viele Jahre Handball gespielt

Dazu spielte er auch einige Jahre Handball. Das war eigentlich nicht vorgesehen. Doch Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts drohte der hiesigen Männer-Kreisunion, die aus bisweilen nur drei Teams bestand, vor allem wegen der vielen Wegzüge das Aus. In der personellen Not gab es Hilfe von Sportvereinen wie zum Beispiel dem Stendaler Leichtathletikverein, der ein Team stellte. Beim TSV in Tangermünde wurde eine durchaus schlagkräftige Truppe aufgestellt. Werner Gehlhar war dabei, wie zum Beispiel auch Uwe Blömer, Ingo Rosenbecher, Eckbert Petzack und der Autor dieser Zeilen. Im Zweikampf an der Tabellenspitze unterlagen die Elbestädter der SG Seehausen, die daraufhin ihren Vormarsch in den überkreislichen Ligen begann.

Der heutige Jubilar ist auch ein begeisterte Taucher sowie Tauchlehrer. Er bildet also auch Schüler auf diesem Gebiet aus. Das ist durchaus eine Besonderheit im Kreismaßstab.

Doch Judo war schon immer sein Leben. Damit hat sich der Altmärker, der übrigens Stellvertretender Vereinsvorsitzender des TSV ist, zweifellos ein Denkmal gesetzt. Die Funktion des Sektionsleiters Judo hat er an Ingo Riedel übergeben. Der spricht im Namen seiner Mitkämpfer aus: „Werner, wir wünschen Dir noch sehr viele schöne Jahre. Hajime (jap.: weiter geht‘s - Anm. der Red.)“.