Stendal l Doch das heißt noch lange nicht, dass die Hände in den Schoss gelegt werden. Uwe Bliefert, Horst Paulus und Jörg Hosang sind weiter aktiv, organisieren, registrieren oder erarbeiten neue Konzepte für die Gestaltung der Räumlichkeiten.

Über die Stadtgrenzen bekannt

Die drei sportlich begeisterten Herren, sind zum Teil manchmal selber noch aktiv, blühen in ihrer Arbeit richtig auf und freuen sich, was bereits geschaffen ist. Und sie haben zahlreiche Kontakte, sind über die Stadtgrenzen bekannt und pflegen diese auch gewissenhaft.

Uwe Bliefert äußerte sich kürzlich: „Das Sportmuseum findet großen Anklang. Es werden immer wieder neue Exponate gebracht. Es ist eifach erfreulich, dass die Leute den Kontakt zu uns suchen und von ihrem Fundus Sachen bringen.“

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So hat kürzlich eine Person aus Leipzig das Maskotchen der Olympischen Spiele von Moskau übergeben. Dann erhielten die emsigen Sammler aus Magdeburg über die früheren Vereine, wie Viktoria Stendal, weitere Infos über die Geschichte des Fußballs und des Turnvereins.

Erste Turnhalle im Jahr 1865

Appropos Turnverein: Die erste Turnhalle stand 1865 auf dem jetzigen Parkplatz Wüste Worth und wurde vom Männerturnverein genutzt. „Alle Exponate, Informationen über frühere Sportstätten und viele weitere wichtige Informationen sind alle registriert“, äußerte sich Jörg Hosang und zeigt auf sein wichtigstes Arbeitsmatrial, den Computer.

Uwe Bliefert hakte ein: „Sportgeschichte ist Stadtgeschichte und gelebte Komunalpolitik. Im November 2019 haben wir hier eine Veranstaltung durchgeführt. Die Menschen sind hier alle eingetaucht. Unser Sportmuseum ist eine Begegnungsstätte.“

Radsportecke ist neu

Neu im Museum ist jetzt auch eine Radsportecke. Hier wurden dem Museum von jemanden aus Halle einige Fahrräder übergeben, unteranderem ein Rad womit sich zu DDR-Zeiten die Pedalritter vor dem Rennen, unteranderem der Friedensfahrt, warm fuhren. „Das ist eine orginal Lichtmaschine von Ello dran. Da funktioniert noch alles dran. Man kan alle Stufen dran einstellen und den original Sattel bekommen wir demnächst auch geliefert“, so Jörg Hosang.

Das Trio vom Sportmuseum ist aber noch auf der Suche nach einigen Sachen. So sind sie noch auf der Suche nach einem alten Turnpferd. Gern gesehen sind auch Museumsvitrinen.

Es sind im Sportmuseum über 40 Sportarten, die in Stendal betrieben wurden oder jetzt noch ausgeübt werden, vertreten. Man findet Informationen über aktuelle Sportarten aber auch über nicht so populären Sport. Auch Kunstradfahren wurde einmal in Stendal betrieben.

Uwe Bliefert sagte abschließend: „Wir nehmen nicht nur Sachen aus Stendal, sondern sind begeistert, wenn wir auch was aus den umliegenden Dörfern und Städten bekommen. Das gibt uns Kraft und Motivation, die schöne Begegnungsstätte zu erweitern und die Sportgeschichte zu pflegen.“

Das Sportmuseum ist, sofern die Einschränkungen aufgehoben werden, dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnertags von 15 bis 17 Uhr geögffnet. Informationen und Kontakte gibt es zudem im Internet, per Mail unter sportmuseum@stendal.eu oder auch die telefonischen Verbindungen. Zudem gibt es einen neuen Flyer.