Stendal l Spannende Partien, viele hochklassige Ballwechsel und reichlich Emotionen. 31 Teilnehmer aus 18 Vereinen und sechs verschiedenen Verbänden betrieben an drei Turniertagen im Tennispark der SG Einheit Stendal tolle Werbung für den weißen Sport in der Region.

„Die Meldezahlen waren in der Vergangenheit schon höher, dennoch ist die Anzahl noch zufriedenstellend“, stellte Turnierleiter und Vereinsvorsitzender Detlef Hundt fest. Denn wie im Vorfeld bereits berichtet, sah es wenige Stunde noch danach aus, dass das Turnier mit DTB-Ranglistenwertung nicht ausgetragen werden konnte. „Der DTB hat das Ranglistensystem umgestellt, so dass viele Spieler bis zum Schluss mit der Meldung noch abwarten. Das erschwert die Planung eines Turniers“, erklärt Hundt.

Turnier mit familiärer Atmosphäre

Wie in den Jahren zuvor meldeten auch für die diesjährige Auflage traditionell viele Spieler und Spielerinnen aus dem Berliner und Wolfsburger Raum. „Die Akteure schätzen unsere familiäre Atmosphäre und kommen immer wieder gerne zu uns“, freut sich der Vereinsvorsitzende über die Anerkennung auswärtiger Spieler. Mit Michael Seeber (Einheit Stendal) und Jannes Birner (TC Gardelegen) schlugen zwei ambitionierte Spieler aus der Region bei den Herren auf.

Während Lokalmatador Seeber, an Position vier gesetzt, nach schwacher Leistung im Achtelfinale ausschied, setzte sich der 17-jährige Jävenitzer gegen Julian Peter (DTV Hannover) mit 6:1, 6:0 durch, ehe das Turnieraus im Viertelfinale gegen Daniel Ferl (Halle 94) erfolgte. Generell zeigte sich das Teilnehmerfeld der Herren sehr ausgeglichen. So setzte sich mit Yannick Seutz (Grün-Weiß Lankwitz) ein ungesetzter Spieler gegen den Topgesetzten Rafael Nunez-Müller (Uhlenhorster HC) im Finale durch. „Das war schon überraschend. Yannick hatte viele enge Spiele bestritten, während Rafael alle Einzel glatt gewann“, so der Vereinschef einschätzend. Zwar gewann der Hamburger noch den ersten Durchgang mit 6:3, doch danach kämpfte sich Seutz zurück und gewann nach Satzausgleich und einer einstündigen Regenunterbrechung den Entscheidungssatz mit 6:3.

Für reichlich Furore aus altmärkischer Sicht sorgte das Gastgeber-Talent Amy Marscheider. Nach umkämpftem Auftaktspiel gegen Victoria Malczewski (TV Wolfsburg), das die Stendalerin in drei Sätzen mit 6:3, 3:6, 6:3 gewann, sicherte sich die 17-Jährige durch einen deutlichen 6:1, 6:0-Erfolg gegen Marie Poetzing (TV Bergen) das Ticket für das Halbfinale. Dort unterlag die Gymnasiastin zwar der späteren Siegerin Luca Vocke (Iphitos München), konnte dennoch aber stolz sein auf das Erreichte. „Ich war angenehm überrascht, wie gut Amy im Turnierverlauf gespielt hat“, erkannte Hundt freudig an. Das Finale entschied Luca Vocke gegen Lenka Bruchova (Wolfsburg) mit 7:6, 6:4 für sich.