Stendal l Gegründet wurde der Verein am 18. Februar 1949 als Betriebssportgemeinschaft (BSG) Reichsbahn Stendal. Ab 1950 hieß die BSG Hans Wendler. 1951 wurde der Verein dann umbenannt in die BSG Lokomotive. Trägerbetrieb war die Deutsche Reichsbahn und in Stendal vorrangig das RAW (Reichsbahn-Ausbesserungswerk).

Mehrere Sektionen gehörten zur BSG

Umfangreiche Sektionen gehörten zur BSG Lok: Billard, Boxen, Gewichtheben/Kraftsport, Handball, Judo, Kegeln, Leichtathletik, Radsport, Ringen, Rollsport, Schach, Schwimmen, die Spielleute, Tennis, Tischtennis, Turnen/Gymnastik, allgemeine Sportgruppen, Pop-Gymnastik und vor allem aber der Fußball.

Die Kicker haben Lok Stendal in der damaligen DDR bekannt gemacht. 1966 spielte Lok das DDR-Pokalfinale vor über 15 000 Zuschauern in Bautzen (0:1-Niederlage gegen Chemie Leipzig).

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Nach der politischen Wende erfolgte die Umbenennung des Vereins in ESV Lok Stendal (damals insgesamt 1530 Mitglieder). Viele Abteilungen verließen jedoch den Verein, wurden selbständig – unter anderem die Leichtathleten, Schwimmer, Schachsportler und auch die Fußballer.

Stammverein hat sich verkleinert

Auch in den vergangenen Jahren bauten unter anderem die Ringer, die Judokas, die Handballer oder die Tischtennis-Spieler selbstständige Vereine auf. Es blieben im Stammverein nur noch die Bohlekegler (heute 44 Mitglieder), die Kraftsportler (etwa 100 Mitglieder) und fünf Billardspieler. Mit den allgemeinen Sportgruppen zählt der ESV Lok Stendal jetzt 271 Mitglieder. Vorsitzender ist Peter Stolz.

Er begrüßte am Montag auf der Kegelbahn des ESV Lok Stendal Vertreter aus Sport und Politik, die dem Verein zum 70. Geburtstag gratulierten – unter anderem Landrat Carsten Wulfänger, Stendals Vize-Oberbürgermeister Axel Kleefeld oder Kati Schatte, Geschäftsführerin des Kreissportbundes Stendal-Altmark.

Chronik mit Stolz

Besonders stolz ist der Verein auf die große Chronik, in die sich alle Gäste des Empfangs eintrugen.

Die vereinsinterne Feier mit Sponsoren findet am Sonnabend ebenfalls auf der Kegelbahn statt. Apropos Kegelbahn: „Seit dem 2. Dezember 2008 sind wir als Verein auch Eigentümer dieser Anlage. Darum haben wir lange gekämpft“, sagte Stolz.