Die Red Devils vom WSV Rot-Weiß haben die Saison 2012/2013 in der 1. Bundesliga auf Platz vier beendet. Im kleinen Finale unterlagen die Harzer Floorballer am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen BAT Berlin nach einer enttäuschenden Schlussphase mit 5:7.

Wernigerode (mvo/fbo) l Zum letzten Bundesliga-Pflichtspiel war die BA Tempelhof Berlin zu Gast. Beide Kontrahenten waren zuvor im Playoff-Halbfinale gescheitert und wollten nun im Spiel um Bronze die Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden.

Dementsprechend engagiert starteten beide Mannschaften in die Partie. Vor knapp 250 Zuschauern schoss Jani Karonen die Hausherren in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Knapp sechs Minuten später legte Joni Liikanen zum 2:0 nach. In einem nachfolgenden Überzahlspiel brachte Ramon Ibold die Red Devils mit 3:0 in Führung.

Im zweiten Abschnitt verkürzten die Berliner knapp vier Minuten nach Wiederanpfiff zum 3:1. Im weiteren Verlauf des Mitteldrittels lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch und ein temporeiches Duell, doch weitere Tore fielen zunächst nicht. Zu Beginn des Schlussdrittels erhöhte Ramon Ibold auf 4:1. Kurz darauf verkürzte BAT Berlin auf 4:2, doch die Red Devils antworteten durch den dritten Treffer in diesem Spiel durch Ramon Ibold prompt mit der 5:2-Führung. Bis sechseinhalb Minuten vor Spielende hatte diese komfortable Dreitoreführung Bestand. Anschließend zündeten die Berliner ihre Schlussoffensive, unter der die Gastgeber fragwürdig einknickten.

Sage und schreibe genau 159 Sekunden brauchten die Berliner, um mit 6:5 in Führung zu gehen. Binnen dieser Zeit kassierten die Red Devils vier unglückliche und zum Teil vermeidbare Gegentore. Doch in der Schlussphase fehlte den Hausherren der nötige Biss, Wille und auch das letzte Fünkchen Konzentration. Auch die Herausnahme des Torhüters für einen sechsten Feldspieler war letztlich nicht von Erfolg gekrönt. Genau 14 Sekunden vor dem Abpfiff krönten die Berliner ihre starke Leistung mit dem entscheidenden siebten Treffer.

Unmittelbar nach dem Abpfiff waren nicht nur die Spieler über sich selbst, sondern auch zahlreiche Fans von "ihrem" Team enttäuscht. Die Stimmung war nach durchwachsenen Playoffs, die am Ende auf Platz vier beendet wurden, ein wenig getrübt.

"Sicher ist der vierte Platz nicht das, was als Ziel anvisiert wurde, aber unter dem Aspekt zahlreicher Verletzungen war vielleicht am Ende nicht mehr möglich. Dennoch haben wir eine gute Saison gespielt und haben letztlich als Pokalsieger einen Titel geholt. Die Bundesliga-Saison gilt es jetzt abzuhaken und nach vorn zu schauen, um mit neuem Kader und jeder Menge Motivation in die neue Spielzeit zu gehen", so Devils-Manager Mario Vordank.

Red Devils: Ecklebe, Weiß, Ibold, Liikanen, Hänninen, Blume, Schaberich, Riechel, Mildner, Mertens, R. Müller, Nowak, Lisiecki, Taira, Krüger, Niederlein, Karonen

Torfolge: 1:0 Jani Karonen (06:42), 2:0 Joni Liikanen (12:35), 3:0 Ramon Ibold (13:25), 3:1 Kai Inkinen (23:45), 4:1 Ramon Ibold (42:02), 4:2 Jan Kratochvil (46:34), 5:2 Ramon Ibold (52:46), 5:3 Ismael Hallbäck (53:31), 5:4 Johannes Pauser (53:45), 5:5 Niels Hauser (55:38), 5:6 Helge Heitmann (56:10), 5:7 Marek Brincil (59:46).