Schierke l Knapp zehn Stunden benötigte der Veckenstedter, um sich vom Start in Göttingen den höchsten Berg Norddeutschlands hinauf zu kämpfen.

Gestartet um 6 Uhr in Göttingen, kam der 41-jährige Veckenstedter nach rund 82 Kilometern um kurz vor 16 Uhr auf dem sturm­umtosten Brockengipfel an. „Es war hart – mal matschig, mal glatt“, sagte Daniel Knauer nach dem Lauf. „Der Untergrund hat mir alles rausgezogen.“ Trotzdem ist er im guten Mittelfeld angekommen. Damit hat Daniel Knauer diesen Extremlauf bereits zum siebten Mal mit Erfolg absolviert.

Start in Göttingen

Der Ultra-Lauf, der auf maximal 200 Läufer limitiert ist, startet in Göttingen noch in der Dunkelheit und führt durch Kälte und teils hohen Schnee bis auf den höchsten Berg Norddeutschlands. Die Streckenlänge beträgt je nach Route 80 bis 86 Kilometer. In diesem Jahr waren es etwa 82. Dabei müssen rund 1900 Höhenmeter bergauf überwunden werden und 1100 bergab. Florian Reichert aus Göttingen schaffte das in sieben Stunden und einer Minute. Der letzte Läufer – 176 gingen an den Start und 162 kamen an – erreichte das Ziel um 20:01 Uhr.

Trotz widriger Bedingungen keine Verletzten

Der Lauf wird vom Verein „Ausdauer-Sport für Menschlichkeit“ organisiert und sammelt Spenden für den guten Zweck. Insgesamt kamen bislang rund 260000 Euro zusammen. Die Veranstalter zogen am Sonntag eine positive Bilanz. „Die Johanniter haben sich gefreut, dass sie mit uns keine Arbeit hatten“, sagte Jan Mielenhausen, einer der Organisatoren. Auch wenn es durch die vereiste Strecke, Schneematsch und Sturm nicht einfach gewesen sei, so habe es doch nicht einen einzigen Verletzten gegeben.

Auch Daniel Knauer ist glimpflich davongekommen. „Ich habe ein paar Blasen am linken Fuß, und der Fußnagel am großen Zeh wird sich verabschieden“, sagte er am Sonntag. Immerhin: Er konnte besser schlafen als in der kurzen Nacht vor dem Laufabenteuer. Sein Fazit: „Wieder mal ein geiles Wochenende.“