Wernigerode l Die Hasseröder rangieren vor der Corona-bedingten Zwangspause auf Platz eins der Tabelle und haben sich bereits ein stattliches Punkte-Polster auf die Konkurrenz erspielt. Einzig die schwere Verletzung von Neuzugang Nikita Brolin trübte die Stimmung auf dem Mannsberg ein wenig.

Der estnische Offensivspieler hatte sich im Duell gegen Askania Bernburg (5:0-Sieg) eine schwere Schulterverletzung zugezogen und stand seither nicht mehr auf dem Feld. Am vergangenen Donnerstag weilte der 27-Jährige noch einmal beim Training des Verbandsligisten, um sich vom Trainerstab und der Mannschaft zu verabschieden. „Ich glaube, es ist richtig, besondere Momente auch auf diesem Wege zu teilen und hier nochmal Dank und höchste Anerkennung zu übermitteln. Nikita hat sich von uns, der Mannschaft und dem Umfeld aus persönlichen Gründen verabschiedet. Gerade erst einen Tag zuvor angereist, machte er klar, dass er gekommen ist, um sich persönlich zu verabschieden und zu bedanken. Er tat das unter Tränen mit bewegenden Worten. Es war einer der emotionalsten Momente, den ich in den vielen Jahren im Fußball erlebt habe“, so Einheit-Coach Frank Rosenthal über den Abschied.

Brolin zweimal als Torschütze ausgezeichnet

Brolin absolvierte vier Begegnungen für Wernigerode in der Verbandsliga und konnte sich dabei zweimal in die Torschützenliste eintragen. In Estland kam der Mittelfeldspieler bereits 31-mal in der höchsten Spielklasse des Landes für JK Trans Narva zum Einsatz und spielte zuletzt für den Zweitligisten Maardu LM. In Liga 2 stehen für den Außenspieler bereits 140 Einsätze zu Buche.