Wernigerode l Trotz der knappen 0:1-Niederlage können sich die Hasseröder als moralischer Sieger der Partie fühlen. Schon im Vorfeld der Partie mussten die Hasse­röder zwei Rückschläge einstecken: Antreiber Danny Wersig wurde am Montagabend wegen eines Blutergusses im Sprunggelenk operiert, Leon Dannhauer verletzte sich am Dienstagabend im Abschlusstraining.

Trotzdem starteten die Gastgeber verheißungsvoll in die Partie. Nach Diagonalball von Nick Schmidt setzte Rouven Blecker den Ball aus halbrechter Position über die Latte (3.). Bei der ersten guten Stendaler Gelegenheit flankte Chris Kiesse Wete das Leder in die Mittel, doch Niclas Buschke fand für seine Kopfballablage keinen Abnehmer (8.).

Einheit hat Chancenplus

Die Stendaler hatten mehr Ballbesitz, doch der FC Einheit verteidigte sehr diszipliniert und ließ kaum Chancen zu. Die nächsten Möglichkeiten waren wieder auf Seiten der Heim­elf. Erst verzog Mateusz Rogacki nach Harenberg-Einwurf knapp (13.)., einen Wipperling-Schuss brachte Lok-Keeper Lukas Kycek erst im Nachfassen unter Kontrolle (15.). Auf der Gegenseite glänzte Einheit-Torwart André Helmstedt bei einem Distanzschuss von Niclas Buschke mit toller Parade.

Nach etwa einer halben Stunde wurde Stendal etwas druckvoller, ohne sich zwingende Chancen zu erspielen. Die nächste Offensivaktion gehörte wiederum dem FC Einheit, beim abgefälschten Schuss von Christian Harenberg war Torhüter Kycek zur Stelle. Kurz vor der Pause fiel dann der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führungstreffer. Einen abgewehrten von Steven Schubert brachte Niclas Buschke wieder in die Mitte, Sebastian Hey köpfte als einer von zwei sträflich freistehenden Stendalern zum 0:1 ein (44.).

Überlegenheit ohne Zählbares

In Halbzeit zwei agierte der FC Einheit mutig und hatte die größeren Spielanteile. Auch die erste hochkarätige Chance des zweiten Spielabschnitts war auf Seiten der Gastgeber. Beim Schuss von Nick Schmidt war Stendals Keeper schon geschlagen, doch der Ball wird von einem Abwehrspieler geblockt. Auch beim anschließenden Eckball bekam die Stendaler Abwehr im letzten Moment ein Bein dazwischen (60.). Wenig später musste Einheit-Keeper André Helmstedt bei einem Konter sein ganzes Können aufbieten, um die Vorentscheidung zu verhindern.

Die Stendaler schafften es kaum noch, den Ball kontrolliert in den eigenen Reihen zu halten. Die Wernigeröder drängten vehement auf den Ausgleich, das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Stendaler Hälfte ab. Der FC Einheit erspielten sich Möglichkeiten am laufenden Band, der Ausgleichstreffer wollte aber nicht gelingen. Entweder bekam die Abwehr ein Bein dazwischen, der überragende Keeper Lukas Kycek war zur Stelle oder es fehlten die berüchtigten Zentimeter. Zu allem Überfluss verwehrte Schiedsrichter Martin Beutel den Hasserödern in der Nachspielzeit  einen klaren Handstrafstoß.

Am Ende nahmen die Stendaler einen sehr glücklichen Sieg mit auf den Heimweg nach Hause, obwohl zwischem dem Oberligist und Landesligist kein Klassenunterschied zu erkennen war. In einer wohltuend fairen Partie überzeugten die Hasseröder mit erfrischendem Fußball, der für die anstehenden Punktspiele in der Landesliga Rückenwind geben sollte.

Statistik

Tor: 0:1 Sebastian Hey (44.);

Schiedsrichter: Martin Beutel (Halle);

Zuschauer: 364.