Halberstadt l Die elfte Spielserie liegt hinter der Fußball-Harz­oberliga, erstmals ging ein Verein das zweite Mal als Harzmeister in die Annalen ein. Bei den Toren wurde eine Schallmauer durchbrochen, auch bei den Torjägern gab es einen neuen Rekordwert.

Schwierige Saison

„Aufgrund der Witterung war es eine schwierige Saison, zumal es in der ersten Halbserie schon einige Spielausfälle gab. Mit Beginn der Rückrunde kam das große Chaos, im Februar und März waren so gut wie keine Spiele möglich. 87 Spielverlegungen beziehungsweise Neuansetzungen waren das Ergebnis“, so Staffelleiter Hansi Kunze.

„Innerhalb von elf Wochen vom Ostersonnabend bis 16. Juni wurden 117 Spiele ausgetragen, eine komplette Halbserie besteht aus 120 Spielen. Das war ein riesen Aufwand. Hier muss ich allen Mannschaften und auch den Schiedsrichtern ein großes Dankeschön aussprechen, dass alles so gut über die Bühne ging und die Saison ordentlich beendet wurde“, lobt Kunze das Engagement aller Beteiligten. „Dies ging leider auch auf Kosten des Niveaus, das in dieser Saison nur durchschnittlich war“, ergänzt der Staffelleiter.

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Schlanstedter feiern frühzeitig

Im Aufstiegskampf deutete Olympia Schlanstedt frühzeitig seine Vormachtstellung an. Nach Platz acht in der Vorsaison setzte sich das Team sofort an der Spitze fest und ließ sich auch von einem kleinem Tief nach der Winterpause nicht aus der Ruhe bringen. Mit sehr guten 73 Punkten bei nur drei Saisonniederlagen wurde fünf Spieltage vor Saisonende der Harzmeistertitel perfekt gemacht. Die Schlanstedter sind damit in der elfjährigen Historie der Harz­oberliga das erste Team, dem dieses nach 2011 zum zweiten Mal gelang.

Dabei führt das Team von Trainer Mario Schneider alle Tabellen, ob Hin- oder Rückrunde, Heim- oder Auswärtsbilanz, an. „Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg in der neuen Saison. Als Staffelleiter würde ich mich freuen, wenn der Verbleib in der Landesklasse länger anhält, als beim letzten Aufstieg“ gibt Hansi Kunze den Schlanstedtern mit auf den Weg.

Blankenburger FV II überrascht

Eine positive Überraschung der abgelaufenen Saison war auch die zweite Mannschaft vom Blankenburger FV, nach Platz elf im Jahr zuvor wurde das Team diesmal Vizemeister. Eine Steigerung war auch bei den weiteren Verfolgern FSV Askania Ballenstedt (3.), der einmal eine starke Rückrunde spielte, und Eintracht Derenburg (4.), zu erkennen.Auf Rang fünf folgte Landesklasse-Absteiger SC 1919 Heudeber, der in der Endphase der Meisterschaft mit argen Personalproblem zu kämpfen hatte.

Die Grün-Weißen aus Rieder und Hasselfelde fielen nach starker Hinrunde auf Rang sechs bzw. sieben zurück. Der Hessener SV konnte seine starke Aufstiegssaison nicht wiederholen, fiel vom vierten auf den achten Platz zurück. Germania Gernrode bestätigte seinen neunten Platz aus der Vorsaison. Eine sorgenfreie Saison spielte diesmal der FC Einheit Wernigerode II, auch Meteor Wegeleben und Aufsteiger TSV 1893 Langeln gerieten nie ernsthaft in Abstiegsgefahr.

Harsleber bleiben ohne Punkt

Dies schien zur Pause auch bei Germania Neinstedt und dem SV Stahl Thale II der Fall zu sein, da sich aus der Landesklasse nur ein Absteiger andeutete. Da jedoch der VfB Germania Halberstadt wieder eine zweite Mannschaft meldete und diese laut Spielordnung nach dem Rückzug aus der Landesliga in die Harzoberliga einzuordnen war, erhöhte sich die Zahl der Absteiger auf drei Mannschaften. Mit einem Sieg beim Saisonfinale in Heudeber hatte Germania Neinstedt im Duell mit dem Ortsnachbarn einen Punkt mehr auf dem Konto und schickte Aufsteiger Stahl Thale II nach nur einem Jahr wieder in die Harzliga.

Die anderen beiden Absteiger standen frühzeitig fest. Fortuna Halberstadt erkämpfte in der Rückrunde immerhin noch elf Zähler, der Harsleber SV Germania blieb nach der Winterpause ohne Punktgewinn und erzielte mit sechs Zählern einen Minusrekord für die Harz­oberliga. Auch die 124 Gegentore waren ein Höchstwert in der elfjährigen Ligageschichte.

1000 Saisontore geknackt

Zwei neue Rekorde gab es in puncto Toren: Zum ersten Mal wurde die Marke von 1000 Saisontoren übertroffen, auch in der Torschützenliste übertraf Marcel Schreiber mit 38 Saisontreffern die bisherige Bestmarke deutlich. Ralf Viehlan hatte in der Saison 2009/10 für Askania Ballenstedt 33 Tore erzielt

Mit Landesklasse-Absteiger Concordia Harzgerode und den beiden Aufsteigern TSV 09 Wasserleben und Blau-Weiß Hausneindorf kehren „alte Bekannte“ in die Harz­oberliga zurück. Der VfB Germania Halberstadt II ist ein absoluter Neuling, der Verein aber nicht. Die dritte Mannschaft des VfB Germania gehörte 2007 zu den Gründungsmitgliedern, zog aber nach der ersten Halbserie zurück.