Wernigerode l Die B-Mädchen von Germania Wernigerode haben das erste Saisonspiel in der Fußball-Regionalklasse beim Magdeburger FFC II deutlich mit 10:0 gewonnen.

Es war das erste Spiel nach dem neuen Reglement des FSA. Aufgrund des verkleinerten Kaders meldete Germania eine sogenannte „Flex-Mannschaft“, die im Neuner- oder Siebener-Norwegermodell antritt. Dabei bleibt die Spielfeldgröße (verkürztes Großfeld von Grundlinie bis gegenüberliegenden 16er) unverändert.

Der Sieg hätte noch weitaus höher ausfallen können, allein in den ersten zwölf Minuten vergaben die Mädchen sieben klare Chancen. Der Druck auf das Tor der Magdeburger war enorm, in der 13. Minute erzielte Anneli Reulecke das überfällige 1:0. Die Magdeburgerinnen versuchten sich immer wieder aus ihrer Hälfte zu befreien. Doch meistens waren die Pässe zu ungenau, viele Bälle landeten gleich wieder bei den Harzerinnen. In der 26. Minute setzte sich Charlotte Klein auf der linken Seite durch und erhöhte auf 2:0, vier Minuten später belohnte Amy Schock ihre gute Leistung mit dem 3:0.

Sehenswerte Kombination zum 4:0

Die Magdeburgerinnen ließen die Köpfe hängen und waren verunsichert. Eine sehenswerte Kombination über Luisa Schulz, Amy Schock und Anneli Reulecke führte zum 4:0.

Die Magdeburger Abwehr kam gegen Ende der ersten Halbzeit deutlich ins Trudeln. Als der Ball mehrfach nicht geklär wurde, versenkte ihn Jessica Engel im vierten Nachschuss (38.). Nur eine Minute später machte wiederum Engel mit einem Schuss an die Lattenunterkante das halbe Dutzend voll. In der letzten Spielminute der ersten Halbzeit stellte Amy Schock nach schöner Einzelleistung gegen vier Magdeburgerinnen den 7:0-Pausenstand her.

In der zweiten Halbzeit investierten die Magdeburgerinnen noch einmal mehr in das Spiel. Die Abwehr spielte sehr aufmerksam, das Tor von Karolin Kube geriet aber kaum in Gefahr. Die Germania-Abwehr stand sehr hoch und leitete immer wieder Offensivaktionen ein. Nachdem ein Kopfballtreffer von Amy Schock nach schöner Vorarbeit Jessica Engel wegen Abseits keine Anerkennung fand, traf Amy Schock nur vier Minuten später zum 8:0 (48.). Danach konnte die FFC-Reserve ihr Tor lange Zeit sauber halten. Fünf Minuten vor Ende lenkte eine Magdeburgerin die Eingabe von Amy Schock unglücklich ins eigene Tor. Für den Endstand sorgte wiederum Amy Schock, die freistehend von Charlotte Klein bedient wurde (77.).

Zum Verblüffen der Wernigeröder und Magdeburger Trainerteams kündigte der Schiedsrichter eine nachträgliche Ergebniskorrektur an. Er werde Tore abziehen, weil ihnen Abseitsstellungen vorausgegangen waren. Trotz Widerspruch der Trainer fertigte er auch so den Spielbericht an und gab diesen ohne Rücksprache frei. Die Korrektur wurde durch die spielleitende Stelle beim FSA vorgenommen.

Statistik

Germania Wernigerode: Kube - Engel, Klein, Renz, Reulecke, Schmidt, Schock, Schulz, Vogel.