Ilsenburg l Der FC Einheit Wernigerode hat beim 19. Ilsenburger Hallenmasters einmal mehr seine Vormachtstellung im Harzkreis in punkto Hallenfußball demonstriert. Mit einem 3:0-Finalsieg über Gastgeber FSV Grün-Weiß Ilsenburg feierten die Hasseröder ihren vierten Turniersieg in den letzten fünf Jahren.

Einheit Wernigerode beste Mannschaft

Auch wenn der Start nicht nur beim knappen 1:0-Auftaktsieg gegen den Blankenburger FV etwas schleppend verlief – über das gesamte Turnier hinweg war der FC Einheit auch in diesem Jahr die beste Mannschaft und sicherte sich hochverdient den „Thaller-Cup“. Vor einer tollen Kulisse von knapp unter 1000 Zuschauern marschierten die Hasseröder als einziges Team mit makelloser Bilanz durch die Vorrunde.

Spannend gestaltete sich der Kampf um den zweiten Platz in der Gruppe 1. Der Quedlinburger SV verspielte gegen den SV Darlingerode/Drübeck eine 2:0-Führung und damit auch das Halbfinale. In der letzten Runde unterlag Osterwieck dem FC Einheit knapp mit 2:3 und war damit auf Schützenhilfe angewiesen.

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Blankenburger FV spielt remis

Diese gab es auch vom Blankenburger FV, der zuvor alle drei Spiele unglücklich verloren hatte. Obwohl die Blütenstädter bereits aus dem Rennen waren, erkämpften sie gegen den SV Darlingerode/Drübeck ein torloses Remis und verhalfen Osterwieck damit zum Halbfinaleinzug. Pascal Dreher vergab in der Schlussoffensive die Riesenchance zum Darlingeröder Sieg.

Ähnlich knapp gestaltete sich in Gruppe 2 die Entscheidung über den Halbfinaleinzug. Hier waren mit Vorjahresfinalist SV 1890 Westerhausen, Stahl Thale und Gastgeber FSV Grün-Weiß Ilsenburg drei Teams auf Augenhöhe. Thale hatte sich im Derby gegen den SV Westerhausen mit 3:1 behauptet, Ilsenburg die „Stahl-Werker“ mit 3:1 besiegt.

Gruppensieg für Ilsenburg

Das letzte Gruppenspiel musste die Entscheidung bringen, Westerhausen benötigte gegen den FSV Ilsenburg einen Sieg mit zwei Toren Abstand. Zwar ging die „Wolfsberg-Elf“ durch Niklas Eheleben und Gunnar Blum zweimal in Führung, kassierte durch unnötige Ballverluste aber jeweils den Ausgleich und schied mit einem 2:2-Unentschieden aus. Den Ilsenburgern bescherte das Remis den Gruppensieg.

Germania Wernigerode und der SV Langenstein konnten trotz zum Teil unglücklicher Niederlagen nicht in den Kampf um die Halbfinaltickets eingreifen, ein 2:0-Sieg im direkten Duell sicherte den Wernigerödern den vierten Rang.

G-Junioren füllen die Pause

Die kurze Pause vor den Halbfinalspielen ließ den Geräuschpegel wieder anschwellen, die Ilsenburger G-Juniorenkicker wurden bei ihrem Präsentationsspiel wieder lautstark angefeuert. Spannend ging es in den Halbfinals weiter. Der SV Stahl Thale ging gegen den FC Einheit Wernigerode durch eine sehenswerte Einzelleistung von Steffen Hägemann überraschend in Führung. Mateusz Rogacki aus sehr spitzem Winkel und Nick Schmidt wendeten jedoch das Blatt per Doppelschlag zu Gunsten der Hasseröder.

Im zweiten Semifinale ging die Osterwiecker Eintracht durch Kevin Hildach früh in Führung, Alexander Himburg und Rodrigo Tschiedel do Prado, der wie schon im Vorjahr zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, drehten den Spieß um. In einer packenden Schlussphase versenkte Matthias Hauch das Leder per Linksschuss im Winkel und brachte die Eintracht ins Neunmeterschießen. Hier verwandelten die ersten fünf Schützen, ehe der junge Keeper Niklas Hanns die Grün-Weißen mit einem parierten Schuss von Matthias Perle jubeln ließ.

Ausschießen der Platzierungen

Vom Neunmeterpunkt ging es weiter, beim Ausschießen der Platzierungen behielten mit dem SV Langenstein (5:4 gegen Blankenburger FV), Germania Wernigerode (2:1 gegen Quedlinburg) und SV 1890 Westerhausen (2:1 gegen SV Darlingerode/Drübeck) jeweils die Teams aus der Vorrundengruppe 2 die Oberhand.

Das fünfte Neunmeterduell schloss sich im Spiel um Bronze an. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit traten Stahl Thale und Eintracht Osterwieck vom Punkt gegeneinander an. Und wie schon im Halbfinale hatte Osterwieck das Nachsehen. Thales Keeper Julian Nebe, der nach Turnierende als bester Torwart ausgezeichnet wurde, verwandelte den entscheidenden Neunmeter zum 4:3-Sieg.

Finale klare Angelegenheit

Eine deutlichere Angelegenheit war dagegen das Finale. Der FC Einheit Wernigerode drängte die junge Ilsenburger Elf, die das Turnier mit vier 17-Jährigen bestritt, sofort in die eigene Hälfte. Nach mehreren vergebenen Chancen sorgte Keeper André Helmstedt mit sehenswertem Solo für das erlösende 1:0. Wenig später machten Danny Wersig, mit sieben Treffern als bester Torschütze des Turniers geehrt, und Andy Wipperling-Brendle den Deckel drauf.

Unter lautstarkem Jubel ihres Anhangs nahmen die Hasseröder aus den Händen von Ilsenburgs Vereinschef Christian Eggert den erstmals vergebenen „Thaller-Cup“ präsentiert von der Gerüstbau Nordharz GmbH entgegen.