Schierke l Dr. Rüdiger Ganske, Präsident des Skiverbandes Sachsen-Anhalt, feiert seinen 70. Geburtstag am Sonntag im Kreis seiner Familie in der Klassiker-, Musik- und Bauhaustadt Weimar.

Faszination für den Skisport schnell gepackt

Dieser Ausflug nach Weimar ist seinen vielfältigen musischen Interessen geschuldet. Sowohl als Hobby, aber insbesondere in der Zeit als Kurdirektor in Schierke von 1990 bis 2009, konnte er diesen Interessen seinen freien Lauf lassen. Noch stärkere Auswirkungen auf Beruf, Freizeitgestaltung bis hin zum umfangreichen Ehrenamt als Präsident des Skiverbandes Sachsen-Anhalt hatte sein frühes Faible für den Skisport. Als Leichtathlet bei Dynamo Wernigerode wurde unter Anleitung von Wilhelm Lutter im Winter Ski gelaufen, als Student für Sport und Biologie an der Martin-Lutter-Universität Halle-Wittenberg belegt er das Spezialfach Skisport.

Erfolge als Trainer in der DDR

Nach zweijähriger Arbeit als Lehrer in Krottorf bildete er an der DHfK Leipzig Studenten im Skisport aus und promovierte 1983 zu einem Thema im Nachwuchsleistungssport des Skilanglaufs. Die damals extrem gesundheitsschädliche Leipziger Luft bewirkte den Wohnungswechsel der Familie zurück nach Wernigerode. Die vorgesehene akademische Laufbahn wurde beendet, in seiner neuen Tätigkeit im Deutschen Skiläuferverband der DDR führte er 1990 als zuständiger Nachwuchsverbandstrainer unter anderem die DDR-Juniorenstaffel in Les Saissies zum WM-Titel.

Einer möglichen Perspektive im DSV zog er Ehrenamt und Beruf in der Heimatregion vor: im April 1990 wurde Rüdiger Ganske als Präsident des Skiverbandes Sachsen-Anhalt gewählt, dem er immer noch vorsteht. Ende 1990 begann er seine Tätigkeit als Kurdirektor in Schierke, die 2009 mit der Eingemeindung Schierkes in die Stadt Wernigerode endete.

Mitarbeit in Gremien hilft bei Zielstellung

Über diesen langen Zeitraum verfolgte er konsequent und geduldig die Ziele, den Skisport im Harz und in Sachsen-Anhalt im nationalen Maßstab aufzuwerten und einen Beitrag zur Wiederherstellung Schierkes als ganzjährig bedeutende Tourismusdestination zu leisten. Durch seine Mitarbeit in Gremien wie dem Umweltbeirat des DSV, im Vorstand der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhaltes, im Vorstand des Harzer Tourismusverbandes oder als Vizepräsident für Breitensport im LandesSportBund konnte er auf diese Ziele einwirken.

Dieses umfangreiche Aufgabenportfolio besteht bis heute, ergänzt durch vielfältige Besuche und Erlebnisse im Bereich von Kunst und Musik sind die Ziele für den Skisport und für Schierke bestehen geblieben. Im Bereich des Nachwuchsleistungssportes gibt es mit dem Projekt Erststartrecht erste nachhaltige Erfolge. Für Schierke bleibt es gerade jetzt in einer Phase der notwendigen Diskussion über die Auswirkungen des Klimawandels zwingende Aufgabe, die ganzjährige Funktionalität dieser „klassischen“ Wintersportdestination sowie als überregional bedeutender sporttouristischer Hotspot mit gesellschaftspolitischer Verantwortung in den Bereichen Gesundheit, Erholung und erlebnisorientierter Umweltbildung herauszustellen und weiter zu entwickeln.

Es bleibt also auch mit seinen 70 Jahren, zu den der Skisportler im Harzkreises herzlich gratulieren, viel zu tun.