Blankenburg l Der Tennisverband Sachsen-Anhalt hat seine Vereine durch eine „Übergangssaison“ vor die Wahl gestellt, in der bevorstehenden Sommersaison am Punktspielbetrieb teilzunehmen. Sollten die Vereine ihre Mannschaft aufgrund der Rahmenbedingungen bis zum heutigen Montag vom Spielbetrieb zurückziehen, hat dies für die Saison darauf keinen Abstieg zur Folge.

Aufwand ist zu groß

Nachdem der TC Wernigerode alle Teams – offen war nur die Frage bei den Kindern – und der TC Rot-Weiß Halberstadt etwa die Hälfte seiner Mannschaften zurückgezogen hat (Harzer Sportkurier berichtete), hält sich auch bei den Blankenburger Vereinen die Resonanz in Grenzen. „Wir werden alle Mannschaften abmelden. Der Aufwand, für ein Spiel bis nach Zeitz zu fahren, ist einfach zu groß“, erklärte Jürgen Kraus, Vereinschef des Blankenburger TC. „Zumal wir nach aktuellem Stand mit mehreren Autos oder sogar einzeln fahren müssten, auch Duschen wäre bei Auswärtsspielen nicht erlaubt.“

Ähnlich sieht es Peter Kleefeld aus der Abteilungsleitung des Stadtrivalen SV Lok Blankenburg. „Nach aktuellem Stand werden nur die Damen 50+, die als Titelverteidiger in die Saison gehen, und ein Kinderteam ihre Punktspiele bestreiten“, so Kleefeld, der hierfür ähnliche Gründe wie Jürgen Kraus anführte. „Statt der Punktspiele wollen wir mit Freundschaftsspielen den Spielrhythmus behalten, dazu werden wir Kontakt mit Teams aus Wernigerode, Halberstadt, Thale oder auch Oschersleben aufnehmen. Natürlich auch mit dem Blankenburger TC, mit dem wir bei den Herren 40 eine gemeinsame Mannschaft bilden werden“, berichtet Peter Kleefeld.

Das Training ist in beiden Vereinen gut angelaufen, vielleicht auch durch die lange Pause war die Resonanz sogar etwas größer als in den letzten Jahren.