Blankenburg l In der Oberliga Mitte hat die Herrenmannschaft der SG Stahl Blankenburg mit stumpfen „Waffen“ gegen Hydro Nordhausen gespielt und war mit 4:8 unterlegen.

Trotz der „Atemnot“ in der Gesellschaft durch die Corona-Pandemie musste in der Oberliga-Mitte, im vorerst letzten Punktspiel, die SG Stahl am Halloween-Tag zum Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt eine Harzreise nach Nordhausen antreten. Wie schon in den ersten beiden Spielen ohne die weißrussische Nr. 1 Timur Voytekhov und zudem ohne Niklas Hecht erlagen die Blütenstädter im wichtigen Harz-Derby letztlich wegen ihrer auf drei Positionen unzureichenden Spielstärke.

Kritik an Reserve-Mannschaft

„Blamabel für unsere Oberliga-Präsenz war, dass sich kein jüngerer Blankenburger der II. und III. Mannschaft für die Ersatzposition an Nr. 6 zur Verfügung stellte“, kritisierte Mannschaftsleiter Wolfgang Wagner. So musste die Nr. 4 in der III. Mannschaft und der Ü70-Vertreter selbst gegen die spielstärkere, jüngere Konkurrenz zur Vermeidung einer Strafzahlung wegen unvollständigem Antreten spielen.

Gastgeber Nordhausen, vor dem Spiel mit 0:10 Punkten Vorletzter der Tabelle, war ebenso verunsichert wie das bislang mit 0:4 Punkten vor ihnen liegende Gäste-Team. Der Schlüssel zum Sieg der Nordhäuser war deren mannschaftliche Geschlossenheit und der Support der etwa 50 Zuschauer. Mit Teamgeist, Leidenschaft und Spielstärke überzeugten bei den Blütenstädtern nur Justin Huszti, Duc Bui und der Moldawier Vasile Harea. Huszti mit einem grandiosen 3:2-Erfolg gegen den drittligaerfahrenen Andreas Wenzel, Duc Bui mit einem Willensakt besonderer Güte beim 3:2 gegen den Ex-Biederitzer Nachwuchsspieler Röttig und der 18-Jährige Vasile Harea mit einem klaren 3:0 gegen Fehling und einem 3:1 gegen den ehemaligen Hallenser Routinier Martin Wiegner retteten die Ehre von Stahl.

Teilerfolge reichen nicht

Keine Chance mit dem „Material-Spiel“ hatte Vlad Harea gegen die starken Angreifer Kartuzovs und Wenzel. Völlig inakzeptabel waren die Leistungen der Blankenburger Nr. 4, Dionis Lipcan (Moldawien), der mit lethargischen Auftritten gegen Tresselt 0:3 unterging und dem gegen Röttig beim 2:3 nur dank des „Krawall-Tischtennis“ vom Gegner zwei schmeichelhafte Satzgewinne gelangen.

Bis vorerst 30. November ist der weitere Spielbetrieb ausgesetzt. Es bleiben vier Spieltage der Blankenburger gegen den 1. TTV Schwarzenberg, TTC Börde Magdeburg, Aufbau Schwerz und TTC Holzhausen offen. Die Modalitäten einer Fortführung der Spielzeit befinden sich noch in Klausur beim Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB).

Statistik

SG Stahl Blankenburg: Huszti (1), Vlad Harea, Duc Bui (1), Lipcan, Vasile Harea (2), Wagner.