Berlin l Die SBB Baskets Wolmristedt sind an ihrem Ziel angekommen. Bei der BG 2000 Berlin durfte der vorzeitige Meisterschaftstitel in der 2. Basketball-Regionalliga Ost gefeiert werden.

Baskets sind Landespokalsieger

Im Februar dieses Jahres wurden die SBB Baskets Wolmirstedt erstmals in ihrer Vereinsgeschichte Landespokalsieger des Basketball-Verbandes Sachsen-Anhalt. Knapp vier Wochen später krönt das Team aus der Ohrestadt durch einen 85:76-Auswärtserfolg bei der BG 2000 Berlin eine sensationelle Saison mit der Meisterschaft in der 2. Regionalliga Ost und steigt somit erstmals in der Vereinsgeschichte in die 1. Regionalliga auf.

Das Spiel gegen die Bundeshauptstädter war allerdings das erwartet schwere, so dass sich erst mit einer Energieleistung und durch die Unterstützung der gut 60 mitgereisten Baskets-Fans, von einem 15 Punkte-Rückstand Mitte des dritten Viertels zurückkämpft und am Ende den wichtigsten Sieg der Saison eingefahren wurde.

Viele Fans unterstützen die Baskets

Die Baskets Wolmirstedt reisten mit kräftiger Unterstützung ihrer Fans an, jedoch musste Headcoach Michael Opitz im wichtigen Spiel mit den Ausfällen von Steven Monse und Augustas Pampikas in die Partie starten. Mit Spielern wie Lachezar Karadzhov, Acha Njei, Nico Adamczak, Femi Oladipo und Aron Thorell-Walker brachte Opitz dennoch eine starke Starting-Five auf dem Parkett.

Den ersten Punkt der Begegnung sicherte sich Basketsspieler Femi Oladipo mit einem Freiwurf. Danach punkteten die Gastgeber und zogen gleich mit 8:1 davon. Nach einem schlechten Start meldeten sich die Baskets nach fünf Minuten wieder zurück. Es gelang aber der Defense der Baskets nicht, die Berliner in den Griff zu bekommen. Der Rückstand wurde nicht verringert und das erste Viertel ging mit 20:16 an die BG 2000 Berlin verloren.

BG 2000 Berlin liegt vorn

Auch das zweite Viertel war für die Baskets-Fans nur schwer zu ertragen. Zwar gab es sieben Dreier zu bestaunen, jedoch nur drei für die Wolmirstedter. Auf Seiten der Ohrestädter hielten in dieser Phase des Spiels lediglich Acha Njei und Nico Adamczak dagegen und verbuchten insgesamt 15 der 17 Punkte des zweiten Viertels. Torsten Ramme gelang der 33. Punkt für die Baskets. Dagegen standen bis zur Halbzeit 42 Punkte für die BG 2000 Berlin. Das junge Team hatte offensichtlich nicht vor, den Gästen den Meistertitel zu schenken.

Nach dem die Teams aus der Halbzeitpause zurückgekehrt waren, preschten die Berliner erneut vor und punkteten. Zunächst machte es den Anschein, als würde sich nichts an der Situation ändern.

Baskets Wolmirstedt kämpfen sich ran

Auf der Trainerbank und auf den Zuschauerrängen wurde es immer lauter und schließlich fanden die Baskets Wolmirstedt nach einer Auszeit zurück ins Spiel. Mit einem 16:5-Lauf kämpften sie sich wieder heran. Das dritte Viertel ging mit 61:58 wieder zu Gunsten der BG 2000 Berlin aus, doch die Ausgangslage für das vierte Viertel war eine deutlich bessere.

In der 32. Spielminute gelang der umjubelte Ausgleich. Die Führung wechselte immer wieder und beide Mannschaften lieferten sich einen erbitterten Kampf. Mit zwei Dreipunktetreffern setzten sich die Berliner kurzzeitig ab. Die Baskets gaben nicht auf und in der 38. Minute ging die Führung endgültig an die Wolmirstedter.

Baskets Wolmirstedt nutzen ihre Chancen

Von nun an verlagerte sich das Spiel vorwiegend an die Freiwurflinie der BG 2000. Die Baskets nutzten ihre Chancen und setzten sich Stück für Stück bis zum 85:76-Sieg ab.

„Ich bin unendlich glücklich darüber, dass wir dieses Spiel gewonnen und uns einmal mehr für die harte Arbeit der letzten Monate belohnt haben. Meine Mannschaft hat erneut bewiesen, dass sie auch mit schwierigen Situationen umgehen kann. Aus diesem Grund bin ich unendlich stolz auf das gesamte Team, alle Verantwortlichen und jeden der dazu beigetragen hat. Mein größter Dank geht allerdings an unsere Fans, die uns einfach wie verrückt unterstützt und uns gerade in der zweiten Halbzeit zum Sieg gepeitscht haben“, so ein überglücklicher Head-Coach Michael Opitz.

SBB Baskets Wolmirstedt: Nico Adamczak (23), Leonard Hildebrand (0), Carlo Böttger (0), Lachezar Karadzhov (1), Acha Njei (22), Femi Oladipo (22), Torsten Ramme (12), Aron Thorell Walker (2), Linus Wascher (3), Pascal Wolfram (0).