Halberstadt l Am vergangenen Freitag trafen die Zerbster Basketballer in Halberstadt auf einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga, den SV Martineum und unterlagen 58:65.

Beste Stimmung in der Halle

Trainer Franz Bender konnte durch das gleichzeitige Spiel der zweiten Herren nur mit acht Spielern antreten. Dennoch begann der TV gut. Durch schnelle Aktionen konnte er das erste Viertel mit 16:7 gewinnen. „Halberstadt hatte gleich zu Beginn viele Foulprobleme, die wir ausgenutzt haben“, berichtete Kapitän Carsten Straube. Die Schnellangriffe der Zerbster und die niedrige Wurfquote des Gegners bedingten das.

Ab dem zweiten Viertel wurde viel gepfiffen. Es gab viele Ballverluste und unzählige individuelle Fehler (Schritt- und Passfehler). Auch die Verteidigung war schlecht. So nahm die Trefferquote auf beiden Seiten nahm ab. Halberstadt gewann das zweite Viertel 21:6 und zur Halbzeit stand es 28:22.

„Die Halle war gut besucht und es war eine tolle Stimmung. Wir haben uns aber davon einlullen lassen“, so Franz Bender, der seine Jungs in der Pause nochmals motivierte und auf den „schlagbaren Gegner“ einstellte.

Doch die zweite Halbzeit ging so weiter. Zwar bäumte sich Zerbst etwas auf und holte den Rückstand wieder auf. Doch zahlreiche Fehler und unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter ließen einfach nicht mehr zu.

Mathias Rückert überragend

„Am Ende fehlte die Teamchemie. Auch die Ausdauer sowie Konzentration nahmen ab“, sagte Straube, der mit 21 Punkten bester Werfer war. Zerbst verlor das Spiel mit 58:65. Überragend war Mathias Rückert mit fast 20 Rebounds.

„Es war ein harter Kampf. An den Schiedsrichtern will ich die Niederlage auch nicht festmachen. Es war einfach ein schlechter Tag und dann kommen noch solche Entscheidungen hinzu“, sagte Bender und fügte an: „Zu viele individuelle Fehler und Ballverluste waren tödlich. Die Teamverteidigung stimmt ebenfalls nicht, so dass unser Gegner einfache Punkte erzielen konnte. Schade. Hier war mehr drin und ich appelliere auch an meine Mannschaft, konsequenter und mutiger aufzutreten“, fordert er gleich in Hinblick auf das morgigen Spiel beim USC Magdeburg II (um 19.30 Uhr in der Sporthalle Hegel Gymnasium Magdeburg – d. Red.).

Im Pokal lief es besser

„Am Ende fehlten die Kraft und der Mut. Eine unnötige Niederlage, die uns stärker in den Abstiegskampf involviert. Ich muss noch eine Schippe drauflegen und das erwarte ich auch von meinen Teamkameraden“, fordert Kapitän Straube.

Dafür lief es im BVSA-Pokal besser. Die Zerbster setzten sich am Montag-Abend beim Bezirksligisten HSV Medizin Magdeburg mit 75:59 durch und zogen in die dritte Runde ein. Ein Bericht folgt.

 Zerbst: Eley 2, Friedrich, Hagemann 2, Heinig 19, Herrmann , Rückert 13, Schneider 1, Straube 21.