St. Pölten l  Mit 3715:3470-Kegeln gelang ein am Ende sicherer Sieg. „Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden. Wir wollten trotz des Heim- erfolges auch auswärts gewinnen und unsere Ambitionen auf den Champions League-Titel untermauern. Das ist uns gut gelungen“, freute sich SKV-Kapitän Timo Hoffmann unmittelbar nach der Partie.

Dass die St. Pöltener sich aber nach dem Hinspiel nicht kampflos geschlagen geben würden, erfuhren Marcus Gerdau und Axel Schondelmaier gleich von Beginn an. Gerdau lieferte sich mit dem kroatischen Nationalspieler Matko Bulka ein packendes Duell auf hohem Niveau. Der Zerbster musste sich erst in den letzten Würfen knapp mit 1,5:2,5 Satzpunkten (SP) und 628:631 Kegeln geschlagen geben. Schondelmaier hatte große Mühe mit dem Youngster Jakob Prem. Aufgrund hervorragender 170 Kegel im dritten Satz von Prem, unterlag auch Schondelmaier nach 2:2 SP und 602:603 Kegeln denkbar knapp.

Mit gestiegenem Druck gingen nun Uros Stoklas und Thomas Schneider auf die Bahnen. Stoklas brachte sein Team aber schnell Richtung nächste Runde. Gegen einen schwachen Thomas Löscher, der nach 60 Wurf durch Ale- xander Tischler ausgewechselt wurde, gewann er deutlich mit 4:0 SP und holte durch 608:515 Kegel den wichtigen hohen Vorsprung heraus.

Parallel kämpften einmal mehr Thomas Schneider und der österreichische Kegelstar Lukas Huber um die Punkte. Schneider verpasste wie in Zerbst die entscheidenden Phasen und lag 0:3 nach Sätzen zurück. Doch er steckte nicht auf und konnte im letzten Satz weitere Kegel herausholen. Mit 623:611 Kegeln für Schneider wuchs der Gesamtkegel-Vorsprung auf bereits 101 an.

Mit dieser Vorentscheidung im Rücken drehten im Schlussdurchgang Boris Benedik und Robert Heydrich die Partie zugunsten des Favoriten aus Zerbst. Heydrich unterstrich erneut seine Ambitionen auf einen Stammplatz im Team der Rot-Weißen. Gegen Jan Kotyza auf Seiten der Österreicher war er immer Herr der Lage und gewann verdient mit 3:1 SP und 596:568 Kegeln.

Benedik zeigte eine Topleistung und erzielte mit 658 Kegeln den Tagesbestwert. Sein Gegenspieler Martin Eder (542) wurde bei dem klaren 4:0 nach Sätzen zum Statisten degradiert.

„St. Pölten hat am Anfang nochmal alles versucht. Da war es wichtig, dass wir trotz null Punkten aber kaum Kegel eingebüßt haben“, fasste Hoffmann die Partie zusammen.

Auf dem Weg zum erhofften Champions League Final Four in Bamberg müssen die Rot-Weißen nun gegen den ungarischen Vertreter Repcelaki SE antreten, der zwei Siege gegen Maribor aus Slowenien einfahren konnte.

In den anderen Partien erreichte Bamberg trotz einer 3:5-Niederlage im tschechischen Rokycany die nächste Runde. Schwabsberg unterlag zu Hause 2:6 gegen Szeged und schied damit aus. Die weiteren Viertelfinalisten heißen Podbrezova, Belgrad, Zapresic und Cluj.