Lübs l  Im Lübser Sportpark wurde der Rasenplatz der Fußballer des VfL Gehrden jetzt mit einer neuen Beregnungsanlage ausgestattet. Der VfL bleibt weiter am Ball, auch wenn der zur Zeit ruhen muss. Diese Anschaffung wurde durch die Zuwendung des Landes Sachsen-Anhalt zur Förderung des Vereinssportstättenbaus im Jahr 2020 möglich und ist für die Gehrdener der nächste Schritt für Verschönerungsmaßnahmen, so dass sich „jeder nach dem Lockdown bei seiner schönen Sportart Fußball wieder wohlfühlen kann“, sagte der Vereinsvorsitzende Horst Rettschlag.

Der Antrag für die neue Sportplatz-Beregnung wurde am 14. Mai 2020 gestellt. Der Zuwendungsbescheid des Landes kam am 15. Oktober und bereits am Montag wurde mit den Arbeiten begonnen (Volksstimme berichtete). Das Land Sachsen-Anhalt fördert diese Investition mit einem Volumen von zirka 24.950 Euro.

Die Firma 1 A Beregnungstechnik & Abwassertechnik GmbH aus Hatten-Dingstede hat diesen Auftrag bekommen und will diesen bereits heute abschließen. „Wir haben alle Leitungen von der Seite eingezogen, so dass man im Platz kaum Technik hat“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Scheele. Er erläuterte weiterhin, dass es bei dieser Bauweise „nicht nötig ist, schwere Schläuche zu schleppen“. „Alle Schaltungen sind außerhalb des Platzes und die Anlage wird vollautomatisch geschaltet. Sie wird im April angemacht und im September/Oktober wieder ausgestellt. Sonst läuft sie vollautomatisch.“

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Dies heißt, dass der Platz in Zukunft „wie von Geisterhand“ beregnet wird. Die Anlage geht nachts automatisch an und ist dann, je nach Einstellung der Begegnungs-Intervalle, am Vormittag fertig. Der Bewässerungs-Profi gab Horst Rettschlag und Ortsbürgermeister Burkhard Rehse gleich auch noch gute Tipps. So soll der Platz in Lübs nicht jeden Tag bewässert werden. „Ich würde sagen, alle drei Tage, weil wir hier einen sehr guten Lehm-Mutter-Boden haben, der das Wasser gut hält.“

Erfordert die Witterung keine Beregnung, läuft auch dies automatisch. „Die Anlage ist mit einem Regensensor ausgestattet. Wenn es viel regnet, merkt dies die Anlage und schaltet dann entsprechend gar nicht an, so dass der Platz nicht überflutet wird, sondern nur so viel Wasser raufkommt, wie es auch tatsächlich soll. Die Anlage ist komplett vollautomatisch“, erläuterte Jürgen Scheele.

Ist es nötig, bereits im März zu wässern, um beispielsweise Dünger aufzubringen, kann dies natürlich auch eingestellt werden. „Man kann einstellen, dass sie im März nur geringfügig wässert und im Juni dann von selber mehr wässert“, sagte Scheele. Seine Firma hat große Erfahrung in Sachen Sportplatz-Beregnung. Sie baut die Anlagen bereits seit 15 Jahren. „Wir bauen jede Woche einen Platz“, sagte er.

Die Firma bietet nicht nur den Komplettbau, sondern auch Bausätze an. „Da kauft der Verein das Material, bekommt einen Fachmann an die Seite gestellt und baut die Anlage selber“, erläuterte der Geschäftsführer die Alternative.

Der VfL Gehrden hatte die Komplettinstallation bestellt. Der Vorteil bei der erfahrenen Firma besteht in der schnellen Ausführung. „Wir fangen montags an und donnerstags oder freitags kann wieder der Ligabetrieb stattfinden“, so Scheele.

Zu sehen war demnach bei der Montage fast nichts. Nur die Spuren der Maschine (Ditch Witch R 300), die die Leitungen unterirdisch einzieht. Bei der nächsten Rasenpflege sind auch diese Spuren verschwunden.

Einzig die Schächte für die 20 im Platz versenkten Getrieberegner waren zu deren Installation noch geöffnet.

Auch die Wartung der Anlage soll „kinderleicht“ sein. „Es ist ein sehr sehr einfaches System für den Verein, damit er uns hinterher nicht anrufen muss und wir dann aus Norddeutschland hierher kommen müssen, um Reparaturen durchzuführen. Das kann der Verein komplett selber machen“, betonte Jürgen Scheele, dass „dies für ihn und seine Firma sehr wichtig ist“.

„Wir haben Montage-Videos auf YouTube und so kann man zum Beispiel den Regner relativ schnell aus- und einbauen. Bei Fragen kann der Verein natürlich auch anrufen.“ Somit bleiben auch die Folgekosten gering.

Ein neues Projekt für den VfL Gehrden wurde angepackt und ist fertig. Doch es geht weiter. „Wir werden weiterhin von der Stadt, vom Kreis und auch vom Land unterstützt und konnten daraufhin noch weitere Projekte anschieben“, verriet Vereinschef Horst Rettschlag.

Der VfL bleibt weiter am Ball, auch wenn der zur Zeit ruhen muss.