Magdeburg l „Es ist unbegreiflich“, rang der Trainer des SC Vorfläming Nedlitz, Dirk Bizuga, nach Worten. Man musste sich nur die Augen reiben und konnte nur den Kopf schütteln über dieses blamable Auftreten des SC Nedlitz. „Ohne Körpersprache und spielerisch und kämpferisch war es auch nichts“, reagierte Bizuga zurecht stinksauer. Er ließ auch keine Ausreden, wie die dreiwöchige Spielpause oder dass Torhüter Marcus Hoffmann eigentlich verletzt den Kasten hüten musste, zu.

Sieg völlig verdient

Dabei gingen die Gäste in Minute vier durch Maximilian Schulze mit 1:0 in Führung. Auch nach dem Doppelpack von Tom Bansemer in der achten und 38. Minute (Elfmeter) war alles möglich. Nedlitz hatte sogar noch zwei bis dreimal Pech, denn FCM-Keeper Jasper Jacobs hielt sehr gute Bälle.

So lautete auch die Halbzeitansprache des SC-Trainers, weiterzumachen, da „noch nichts verloren war“. Dann traf Markus Litzinger zum 3:1 (49.). Auch da war noch genügend Zeit zur Resultatsverbesserung für die Gäste. Doch was in der zweiten Hälfte passierte, „war unerklärlich“. „Wir hatten uns aufgegeben und in allen Mannschaftsteilen versagt. Jeder hat den anderen angemeckert, anstatt sich selbst an die Nase zu fassen“, war Bizuga enttäuscht von seinem Team.

In der Folge wirkte der SC saft- und kraftlos und als wollte jeder nur, dass dieses Spiel vorbei ist. Die Magdeburger kamen so viel zu einfach zu weiteren Treffern. Sebastian Wendt, Steven Naujoks, nochmals Wendt, Martin Just und wieder Bansemer schraubten das Resultat bis zur 84. Minute mühelos auf 8:1 hoch. „Wir haben uns abschlachten lassen, weil uns der FCM in allen Belangen überlegen war“, gab Bizuga zu.

Der Treffer von Kapitän Eduard Hahn per Elfmeter in Minte 90 zum 2:8-Endstand spielte dann keine Rolle mehr.

„Unter dem Strich war der Sieg, auch in dieser Höhe, völlig verdient. Wir hatten uns ergeben und keine Gegenwehr gezeigt“, so der Loburger, der klar machte, dass der Trainerstab, der Verein und nicht zuletzt die Fans, die extra anreisten, „alle, wie vor den Kopf gestoßen waren“. „Das ist nicht das Nedlitz, das wir kennen und ich hoffe, dass jeder Einzelne in sich kehrt, Reue zeigt und die Trainingsbeteiligung wieder in die Höhe steigt, denn in der Landesklasse hat man mit diesem Niveau nichts zu suchen.“

Deshalb wird dieses Spiel unter der Woche ausgewertet werden. „Diese Leistung ist so nicht zu akzeptieren bzw. zu ignorieren und sie wird Konsequenzen haben“, sagte der 45-Jährige, der ankündigte, dass im nächsten Spiel „definitiv eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen wird“.

Denn es steht eine englische Woche an. Zuerst gastiert am Samstag die U23 des Haldensleber SC in Nedlitz. Am Ostermontag steht dann das Kreispokal-Halbfinalspiel bei der SG Blau-Weiß Klieken an.

„Der Dämpfer war heftig und ich hoffe, dass wir nun den Boden erreicht haben und wieder aufstehen“, sagte Dirk Bizuga abschließend.

Nedlitz: Hoffmann – Ch. Schmidt, Hahn, D. Milushev, Friedrich, Schulze, Kilz (73. Kuklin); SR: Lach (Redekin); ZS: 25.