Nedlitz l Die Gerwischer standen sehr tief, agierten mit einer Fünferkette und einer Viererkette davor. „Die Gäste versuchten, ihr schnelles Umkehrspiel über ihre schnellen Außen Fritz und Laue aufzuziehen. Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwer getan, die zwei Abwehrketten zu sprengen“, berichtete Trainer Dirk Bizuga, der das Team sehr gut eingestellt und vorbereitet hatte.

Die erste Chance hatte der SC in der siebten Minute. Kevin Tinaglia setzte sich in der eigenen Hälfte durch und passte genau in die Nahtstelle zwischen Innen- und Außenverteidiger der Fünfer-Kette und Eduard Hahn schoss zur 1:0-Führung ein.

In der Folge plätscherte das Spiel dahin ohne Nennenswertes. In der 33. Minute konnte sich Marcus Rasche auf der rechten Seite durchsetzen. Seine Flanke traf Christian Schmidt nicht richtig und der Ball ging am Tor vorbei. Vier Minuten später die dicke Möglichkeit für Marcel Kilz, auf 2:0 zu erhöhen. Er wurde gut freigespielt, umkurvte Keeper Huhn, aber sein Schuss landete am linken Pfosten.

Die Gäste hatten ihre erste gute Möglichkeit erst in der 43. Minute. Laue wurde zwar super freigespielt, aber seinen Schuss konnte Sebastian Wicher halten.

In der zweiten Hälfte agierten die Gäste mit zwei Stürmern und einem 4-4-2-System. „Es war ein Fehlpass-Festival von beiden Seiten, wobei die Gäste die spielerisch feinere Klinge schwangen“, kommentierte Dirk Bizuga.

Thomas Sanftenberg, der für den verletzten Mario Hosenthien in der Zentrale der Dreierkette stand, passte auf Ch. Schmidt, der den Ball vertändelte. Felix Kattner war zur Stelle und vollendete zum 1:1-Ausgleich (60.). „Wir hatten um den Ausgleich lediglich gebettelt“, war der Coach bedient.

Zerfahrenes Spiel

Auch in der Folge blieb das Spiel zerfahren und von Fehlpässen geprägt. Kilz hatte erneut eine Torchance, scheiterte aber am besten Gästespieler Huhn (67.). In der 81. Minute ein Konter über Hahn. Statt quer zu spielen auf den mitgelaufenen Paul Gehrmann, versuchte er es selbst, scheiterte aber an Huhn (81.).

Dann zog Rasche in der Zentrale drei Gästespieler auf sich und entschied sich für den schweren Pass auf Kilz (84,). Dabei übersah er den freilaufenden Hahn auf der rechten Seite und auch diese Chance verpuffte.

Zwei Minuten vor Schluss die verdiente Führung für die Nedlitzer. Rasche setzte sich im 16er gut durch. Seinen Pass in den Rücken der Abwehr verwandelte Kilz ins lange Eck zum viel umjubelten 2:1-Endstand (88.).

„Am Ende zählt das Ergebnis. Wir haben ein Tor mehr geschossen als Gerwisch und somit drei Punkte auf der Habenseite“, sagte der Coach, der gleich voraus blickte: „Am Wochenende gilt es, gegen einen weiteren Konkurrenten, den BSV 79, weitere Punkte einzufahren, um uns dann endgültig im Tabellenmittelfeld festzusetzen.“

Nedlitz: Wicher – Barnetz (68. Gehrmann), Sanftenberg (Atanasov), P. Schmidt, Mielchen, Tinaglia, Ch. Schmidt, Hahn, Kuklin, Rasche, Kilz, Schulze.

SR: Papenhagen, Daniel (Magdeburg); ZS: 26.