Zerbst l Ein flottes Spiel mit zwölf Toren, Fußball-Herz, was willst du mehr? Doch die Test-Partie des TSV Rot-Weiß Zerbst gegen den SV Eintracht Gommern vor dem Start in die Rückrunde in der Landesklasse 4 warf für TSV-Trainer Jens Borchers doch einige Fragen auf. Das Spiel endete 7:5 (5:3) für den SVE.

„Die Bezeichnung Gummiband passt zu dieser Vorstellung“, meinte Borchers. „Mal hingen wir durch und wenn wir uns gestrafft haben, lief das Spiel auch. Aber das war immer nur von kurzer Zeit“, schränkte er ein.

Gommerns Neuzugang Tobias Jankow eröffnete nach nur vier Minuten den Torreigen. Das erst 17-jährige Talent aus dem eigenen Nachwuchs konnten die Zerbster einfach nicht in den Griff bekommen. Drei Minuten später Glück für den TSV, als Tom Sindermann freistehend an Keeper Ricardo Werner scheiterte. Auf der anderen Seite war es Moritz Specht, der zum 1:1-Ausgleich einnetzte (10.). Wiederum vier Minuten später erhöhte Marc Schröter nach schönem Spielzug auf 2:1.

Wer nun dachte, es läuft nun bei den Rot-Weißen, sah sich getäuscht. Zu einfache Fehler begünstigten die Treffer des SVE-Neulings Jankow – und zwar gleich drei hintereinander – zum 4:2.

Zerbst gab nicht auf und konnte durch Philip Alarich auf 3:4 verkürzen (35.), doch wiede-rum Jankow nutzte sein fünftes Tor zum 5:3-Halbzeitstand.

Im zweiten Abschnitt fälschte der Ex-Zerbster Stefan Kunitschke den Ball unglücklich ins eigene Gehäuse ab und es stand nur noch 4:5 aus Sicht des TSV. Auf der Gegenseite stand wieder Jankow bereit und schlug gnadenlos zum 6:4 (56.) zu. In der 70. Minute wurde er dann, zum Glück für die Zerbster, ausgewechselt.

Max Schröter, der zuvor etliche Großchancen ausließ, verkürzte dann nochmals auf 5:6 (71.). Nun wollte Zerbst auch den Ausgleich. Doch daraus wurde nichts. Im Gegenteil: Gommerns Tobias Bea traf zum 7:5-Endstand (86.).

„Wir haben diesen Test nicht gelebt, sondern einfach nur eine Sohle runter gespielt“, war Jens Borchers enttäuscht. „Die zweite Halbzeit war zwar mental besser, aber das war bei Weitem nicht der TSV. Vieles passte nicht zusammen“, kritisierte er und verlangt, dass seine Mannschaft „gerade jetzt zusammen rücken muss, um die ersten drei Spiele gut in die Rückrunde zu kommen“. „Wir müssen uns gemeinsam gegen die Personalnot stemmen und fighten. Ich bin mir sicher, dass sich meine Jungs diesen Appell jetzt zur Brust nehmen und gegen Atzendorf alles raushauen“, bleibt er in HInblick auf das Rückrunden-Heimspiel am Samstag ab 14 Uhr optimistisch.

Zerbst: Werner – Alarich, Dieckmann, Moller, S. Sens, Kosel, Specht, Max Schröter, Marc Schröter, Möhring, Syring (Götz, Frens, Leps).

Gommern: Hoffmann – Kunitschke, Schmidt, T. Bea, Schmidl, P. Bea, Sindermann, Herrmann, Döring, Engel, Jankow (Panwitz, Sens, Randel).

SR: Andreas Zepter - Gommern; ZS: 22.

Tore: 0:1 Tobias Jankow (4.), 1:1 Moritz Specht (10.), 2:1 Marc Schröter (14.), 2:2, 2:3, 2:4 Tobias Jankow (19., 23., 29.), 3:4 Philip Alarich (34.), 3:5 Tobias Jankow (38.), 4:5 Stefan Kunitschke (46., ET), 4:6 Tobias Jankow (56.), 5:6 Max Schröter (70.), 5:7 Tobias Bea (86.).