Farnstädt l „Es gibt einfach Mannschaften, die liegen einem absolut nicht, so wie Farnstädt“, sagte David Ritze. Sein Team unterlag beim direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib in der Landesliga Süd, dem SV Blau-Weiß Farnstädt, mit 0:5 (0:2) Toren und steht nun auf dem Abstiegsplatz 14.

Schon im Hinspiel verlor Zerbst 0:5. Dieses Mal hätte es jedoch besser ausgehen können. Denn Zerbst hatte die erste Chance durch Hagen Ernst. Doch er war wohl vom Rückpass zu überrascht.

„Wir wollten gleich früh ins Pressing gehen und sie auch im Mittelfeld nicht ins Spiel kommen lassen. Doch es ging nicht so richtig auf“, gestand der Coach ein. „Das A und O ist aber unsere Abschluss-Schwäche, denn wenn man nicht aufs Tor schießt, braucht man sich nicht wundern.“

Die Schusschance hatte der TSV, doch statt zu schießen wurde nochmals gepasst und Marco Preuß war der Nutznießer zum 1:0 (15.). Dann lief Max Schröter zwischen einen Rückpass, aber Farnstädts Torwart machte seine Ecke zu. „Das hätte das 1:1 sein müssen“, erzählte Ritze.

Dann ein berechtigter Aufreger in einer Phase, wo die Zerbs- ter gleichwertig waren. Als Moritz Specht sich schön durchgespielt hatte, wurde er im Strafraum von zwei Farnstädtern in die Mangel genommen und blieb liegen. Er musste mit Knieverletzung ausgewechselt werden. Schiedsrichter Krause (Halle) meinte, er sei im Rasen hängen geblieben und dachte nicht im Geringsten an einen Strafstoß. „Es hatte geknallt bis zur Bank und sein Knie war ganz dick“, war Ritze bedient. Die Zerbster hoffen, dass ihm nichts Schlimmeres passiert ist, was mit einem Arztbesuch zu klären ist und wünschen ihm alles Gute.

Eine Minute vor der Pause das 2:0 für die Gastgeber. Vom Mittelfeld bis in den Strafraum setzte Nico Duszynski ein Dribbling an und schob die Kugel in die lange Ecke. „Das ging gar nicht, war viel zu einfach und wieder so ein Knackpunkt“, erzählte der 39-Jährige.

Zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit war noch alles möglich, doch nichts lief mehr so richtig zusammen. „Ich hatte den Eindruck, dass sie sich aufgegeben hatten. Was da abgeliefert wurde, gerade in der Defensive, war zu einfach“, war Ritze enttäuscht.

Dabei waren Chancen da. Max Schröter hatte zwei davon, reagierte aber einfach nicht clever genug. „Er lief wie in Halbzeit eins zwischen den Ball und hätte nur einfädeln müssen, doch in manchen Situationen stellen wir uns nicht clever genug an“, sagte sein Coach.

Besser machten es die Blau-Weißen, die zwischen der 57. und 68. Minute erneut durch Duszynski und Preuß sowie Eric Deckert auf 5:0 erhöhten.

Eine sehr gute Möglichkeit hatte noch Max Syring, der für den verletzten Specht spielte. Er hätte das Leder nur über die Linie drücken müssen, aber es klappte nicht und so blieb es am Ende bei der Niederlage.

„Die Fehlerquote in Halbzeit zwei war einfach viel zu hoch“, so David Ritze, der meinte, „das Spiel hätte auch 8:2 oder 8:3 ausgehen können“ und „Wir können uns bei Ricardo (Werner – d. Red.) bedanken, dass er einige Torchancen entschärft hatte.“

Nun wird es immer schwerer für die Zerbster. Am Wochenende kommen mit Romonta Stedten Samstag, 15 Uhr) und dem FC Weißenfels (Montag, 14 Uhr) zwei schwere Gegner ins Jahnstadion.

Zerbst: Werner – D. Ernst, H. Ernst (70. Kunitschke), Fambach, S. Sens, Alarich, Schröter, Specht (22. Syring), Meerkatz, Weichbrot (70. Baran), Kosel.

SR: Krause (Hallescher FC); ZS: 70.