Zerbst l Die Berliner bestreiten ihre erste Saison im Oberhaus und bisher kam es zu Duellen mit dem Serienmeister nur im Pokal oder mit der zweiten Vertretung des SKV.

Gleichzeitig gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Der in Berlin wohnhafte Sven Tränkler nimmt für die Kleeblätter die Kugeln in die Hand. Vorher hat er viele erfolgreiche Jahre in Zerbst verbracht.

„In Berlin erwarten uns ganz andere Verhältnisse als in der Vorbereitung oder zu Hause. Zum einen müssen wir auf Kunststoff spielen und zudem ist die Atmosphäre in der großen Kegelhalle mit acht Classic-Bahnen und acht Bohle-Bahnen etwas Außergewöhnliches“, blickt SKV-Teamchef Timo Hoffmann voraus.

Bilder

Strenge Vorschriften

Leider werden diese Premiere der Zerbster nur wenige Zuschauer verfolgen können, denn auch in der Hauptstadt herrschen strenge Hygienevorschriften. „Wir freuen uns natürlich sehr auf das Match gegen den Deutschen Meister und hätten uns dafür einen besseren Rahmen mit vielen Zuschauern gewünscht. Das ist nun leider nicht möglich“, erklärte unter der Woche der Berliner Kapitän Martin Asmus.

Dass die Kleeblätter durchaus ein ambitionierter Aufsteiger sind, zeigt der Blick auf die Verstärkungen in der Sommerpause. Prominentester Neuzugang ist dabei der polnische Nationalspieler Bartosz Krug. Ebenso neu ist Dustin Busse aus Loburg, der von Zweitligist Union Schönebeck in die Hauptstadt wechselte. Kombiniert mit Routinier Sven „Luis“ Tränkler und dem nicht zu unterschätzenden Heimvorteil haben die Berliner gute Chancen auf den Klassenerhalt.

Für den SKV geht es erwartungsgemäß um andere Ziele. „Wir müssen die gute Form behalten und dabei geht es zunächst nur um den Sieg. An zweiter Stelle geht natürlich der Blick aber auch schon zum nächsten Spiel in Staffelstein. Dort müssen wir topfit sein, um einen ersten Schritt zur Titelverteidigung zu machen“, fordert Hoffmann.

Aktuell sind alle Akteure der Rot-Weißen auf einem hohen Level unterwegs und der Zerbs- ter Teamchef hat erneut die schwere Entscheidung zu treffen, wer nur auf der Bank Platz nehmen muss. Sicher zurück im Team wird Manuel Weiß erwartet, der am vergangenen Wochenende nicht zum Einsatz kam. Alles andere ließ sich Hoffmann nicht entlocken. Spielbeginn ist am Samstag um 14 Uhr in Köpenick direkt am Stadion von Union Berlin.

Der Mitfavorit auf den Titel aus Staffelstein reist nach Amberg. Bamberg erwartet Kaiserslautern und Schwabsberg trifft auf Breitengüßbach. Raindorf mit dem Ex-Zerbster Mathias Weber erwartet Wernburg und Hallbergmoos empfängt Friedrichshafen.