Zerbst l Die Zerbster starteten furios, denn gleich in der ersten Minute traf Maximilian Syring zum 1:0. Nach kurzer Ballstafette kam die Kugel zu Florian Böning. Seine Flanke erreichte Syring, der SV-Keeper Barchend mit seinem Kopfball keine Abwehrchance ließ. „Die Jungs waren giftig und sofort präsent und die Freude war nach diesem Start nach Maß groß“, freute sich auch TSV-Trainer Jens Borchers.

Die Zerbster dominierten weiter das Spiel und hatten auch Chancen zu erhöhen. Doch nach einem Missverständnis zwischen TSV-Keeper Ricardo Werner und Abwehrchef David Ritze lief Werner aus seinem Kasten und Pelka lupfte die Kugel in die rechte Torecke zum 1:1-Ausgleich ein (3.).

Zerbst ließ sich nicht beirren und dominierte die Partie. Angriff auf Angriff rollte auf das SV-Gehäuse. „Die Jungs zeigten richtig gute Kombinationen“, fand Borchers und lobte vor allem Patrick Möbius.

Die Zerbster hatten Baalberge gut im Griff und waren „von der Spielpräsenz deutlich besser“, dennoch blieb es beim 1:1 bis zur Pause.

„Wir haben auch gute Sachen gemacht, die wir schon seit Wochen trainieren. Und die Jungs merkten auch, dass es fruchtet“, hoffte der Coach, dass sie es nun auch in Zählbares ummünzen.

Im zweiten Abschnitt machten die Rot-Weißen mit Feuereifer weiter. Immer wieder angetrieben von Kapitän Carsten Kosel im Zentrum, „der unheimlich präsent war und das Spiel vorgelebt hat“ (Borchers), rollten die Angriffe auf das Gästetor. Vorn stand mit dem erfahrenen Florian Sens „einer, der das Spiel auch festgemacht hat und die Außen in Szene setzte“.

Belohnung

So belohnten sich die Zerbster mit dem 2:1 (54.). Nach einer Ecke kam der Ball zu Torben Fischer, der aus zirka 30 Metern abdrückte und das Leder knapp neben dem Pfosten ins Tor beförderte.

Doch erneut kassierten die Rot-Weißen fast mit dem Gegenstoß den 2:2-Ausgleich (58.). Nach einem Angriff wurde das Spielgerät in die Schnittstelle der Viererkette gesteckt, ein Baalberger legte quer und Hennecke schob mit der Hacke ein.

Zerbst machte weiter, hatte etliche Eckstöße, wobei auch etwas das Glück fehlte. Dann die erneute Führung. Nach schönem Zusammenspiel zwischen Böning und Fischer kam die Flanke auf den Kopf von Flori Sens, der einnetzte – 3:2. Das war in der 81. Minute und dennoch schaffte es der TSV erneut nicht, diese Führung zu verwalten. Nur zwei Minuten später wurde der Ball nach einer Ecke verlängert. Pelka stand erneut bereit und drückte ihn locker zum 3:3 ins Werner-Tor.

Dann kam noch Hektik auf, wobei den Zerbstern in der Nachspielzeit noch ein Elfmeter verwehrt blieb. „Schon in der ersten Halbzeit hätte es Elfmeter nach einem Handspiel geben müssen und auch die letzte Situation war Elfmeter-würdig. So war es nur ein Teilerfolg“, konnte es auch Jens Borchers nicht verstehen.

„Wir waren zu anfällig und kassierten nach der Führung gleich wieder ein Gegentor und das darf nicht sein“, sagte der 33-Jährige deutlich.

Nun können die Rot-Weißen durchatmen und beim Benefizspiel gegen den HSV 2000 Zerbst Spaß beim Handballspiel haben, bevor sie in die verdiente Winterpause gehen. „Dann werden wir so hart trainieren, dass wir da unten wieder rauskommen“, prophezeite Borchers.

Zerbst: Werner – Alarich, Ritze, Fambach, Fischer, F. Sens, Specht, Böning, Möbius, Kosel, Syring; SR: Klein, Marcel - Roßlau; ZS: 39.