Zerbst l Die Zerbster Bank war wieder etwas voller als zuletzt. Der HSV kam gut ins Match rein. Dobritz und Daudert trafen zur 2:0-Führung (3.), aber die Gäste blieben dran. Beim 7:4 (11.), nach dem Tor durch David Maer- ten, konnte sich der HSV erstmals auf drei Tore absetzen. Die Zerbster Abwehr arbeitete gut und zwang die Gäste zu Fehlwürfen und ungenauen Pässen. Dennoch glich Wernigerode wieder aus (7:7, 13.) und der HSV nahm seine erste Auszeit.

Das Spiel blieb jetzt sehr offen (14:14, 23.). Beim HSV war es immer wieder Sebastian Daudert, der sich erfolgreich durchsetzte, aber auch Stefan Rummel am Kreis hatte einen super Tag im Angriff erwischt und dazu rackerte er auch noch durchgehend in der Defensive. Hier muss auch Lucas Ille erwähnt werden, der in der Abwehr eine bärenstarke Leistung zeigte.

Bis zur Pause blieben beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Zuschauer sahen bis dahin ein durchaus gutklassiges Verbandsliga-Duell, auch wenn beide Teams nicht fehlerfrei agierten. Aber man spielt auch immer nur so gut, wie es der Gegner zulässt.

Auch in Hälfte zwei ging es so weiter. Die Gäste gingen in Führung (21:22, 37.), der HSV blieb aber am Ball und wieder war es Rummel, der unter großem Jubel zum 25:23 traf. Jetzt nahm Wernigerode die Auszeit. Zerbst zog weiter davon (27:24, 44.), aber eine doch sehr zweifelhafte Zeitstrafe gegen Daudert nutzten die Gäste sehr effizient und waren plötzlich wieder ein Tor vor (27:28, 47.).

Es war vor allem in der zweiten Halbzeit schon erstaunlich, wie viel von Seiten der Schiedsrichter teilweise komplett übersehen wurde. Natürlich gleicht sich das über das gesamte Spiel wieder aus. Aber das sorgte doch für allgemeines Kopfschütteln auf beiden Seiten.

Manndeckung

Wernigerode nahm Daudert jetzt permanent in Manndeckung. Aber schön zu sehen, dass der HSV auch hier spielerische Lösungen fand. D. Maerten und Florian Dobritz gingen mit Druck ins Eins gegen Eins, um dann im richtigen Moment den Pass zum Nebenmann zu spielen. Und jetzt stachen die Außen des HSV. Fabian Schwenger und Youngster Laurenz Brodowski erzielten schöne und wichtige Tore. Zerbst zog wieder auf drei Tore davon (33:30, 58.).

Aber der HSV macht es ja lieber spannend. Also verkürzten die Gäste bis auf ein Tor, kamen aber in der letzten Minute nicht mehr in Ballbesitz und so jubelten die Zerbster am Ende über einen absolut verdienten Heimsieg gegen einen starken Gegner.

Am Sonntag reist der HSV zum bisher sieglosen Aufsteiger nach Quedlinburg und hofft auf den nächsten Erfolg.

 

HSV Zerbst: Geilich, Lorenz – Ille (1), Rummel (5), Brodowski (4), Schwenger (3), Daudert (16), De Vries, Dobritz (2), D. Maerten (2), Kretschmer, Gerke, T. Maerten.