Zerbst l  Im ersten Heimtest gegen den SKC Unterharmersbach konnte der Neuzugang überzeugen. Mit starken 645 Kegeln zeigte der 30-Jährige gleich, dass er im Konzert der Großen sehr gut mitspielen kann. Dabei vergab er durch eine schwächere letzte Bahn ein sogar noch besseres Ergebnis.

„Wir machen ihm keinen Druck. Die Bürde, Axel Schondelmaier zu ersetzen, dürfen wir ihm nicht auferlegen. Das muss die ganze Mannschaft stemmen“, meinte sein neuer Kapitän. „Aber dass er sehr gut kegeln kann, wussten und wissen wir schon lange.“

Pointinger kegelt schon von Kindesbeinen an. Mit zehn Jahren ging er erstmals beim TV Barbing auf die Bahn. Nach einer guten Zeit in Regensburg machte er sich 2015 auf den Weg in die Bundesliga zum KC Schwabsberg. Dort reifte er zum Spitzen- und Nationalspieler.

Der Neutraublinger (Landkreis Regensburg in der Oberpfalz) suchte nach zwei starken Jahren beim KC Schwabsberg „sportlich den nächsten Schritt, eine neue Herausforderung“. „Und wo geht das besser, als beim SKV. Hier will ich auch Titel und Medaillen holen“. Dies gelang mit Schwabsberg nur teilweise: „Ja, wir haben im vergangenen Jahr gegen Zerbst den DKBC-Pokal gewonnen und beim Europapokal Silber und im NBC-Pokal Bronze geholt. Aber hier spiele ich mit den besten Keglern der Welt um die höchsten Titel. Das ist schon was Besonderes und ein echter Anreiz.“ Als Vorbilder nannte der Modellathlet seine jetzigen Mitstreiter Thomas Schneider und Mathias Weber sowie seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Rainer Buschow.

Mit seinen persönlichen Bestleistungen braucht sich der Bayer auch nicht verstecken. 1077 Kegel über 200 Wurf und 686 Kegel über die 120 Kugeln können sich sehen lassen.

Klare Ziele

Der zwar „noch ledige“, aber „fest vergebene“ Bayer (er lächelt) „kennt die Spieler beim SKV natürlich alle gut“. „Ich will hier ganz viel lernen, mich mit den Besten, der Elite messen. Aber spielen will schon regelmäßig. Sicher ist mein Ziel, mit Leistungen in die Stammsechs zu rutschen. Aber bei den Anforderungen, die hier in Zerbst gestellt werden, geht das zu solchen Erfolgen natürlich nur mit einer Mannschaft, in der alle acht Spieler voll dabei sind.“

Menschlich hat der Projekt- optimierer für Zeitdatenmanagement beim SKV überhaupt keine Bedenken. „Das sind alles dufte Jungs, wir kennen uns teils schon lange. Das klappt menschlich auf jeden Fall.“ Und sportlich? „Das Umfeld hier ist toll und wir haben eine super Heimbahn. Der Auftakt ist für mich gelungen, obwohl noch viel Luft nach oben ist. Aber bis zum Saisonbeginn ist ja noch etwas Zeit. Da kommt die Feinjustierung schon noch“, blickt Pointinger optimistisch auf seine erste Spielzeit beim deutschen Meister.

Der erste Eindruck des sympathischen Neuzugangs ist absolut positiv. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass er diesen verletzungsfrei und mit guten Leistungen auf Dauer bestätigt.