Zerbst l Dabei steht die theoretische Möglichkeit im Raum, eine Woche vor dem Rückspiel in der Champions League an gleicher Stelle vorzeitig die 15. Deutsche Meisterschaft klar zu machen.

Unter welcher Konstellation wäre diese Sensation vier Spieltage vor Schluss möglich? Bei einem eigenen 8:0-Erfolg in Raindorf dürfte Verfolger Breitengüßbach in Staffelstein maximal 1,5 Mannschaftspunkte (MP) holen und der Drittplatzierte aus Bamberg müsste gleichzeitig beim Abstiegskandidaten Hirschau verlieren.

„Wir werden uns mit derlei Rechenspielen nicht beschäftigen. Am Ende können wir die anderen Ergebnisse nicht beeinflussen, sondern müssen nur unsere eigenen Spiele gewinnen“, erteilte SKV-Präsident Lothar Müller allen frühzeitigen Meisterplänen eine Absage.

Dennoch bleibt die Ausgangslage für den rot-weißen Serienmeister äußerst komfortabel. Denn nach der Champions League könnte in der Heimpartie gegen den langjährigen Dauerrivalen aus Bamberg der Titel eingefahren werden.

„Unser Ziel ist klar und je eher wir den Deckel draufmachen können, umso intensiver können wir uns auch um die internationalen Aufgaben kümmern. Dafür müssen wir aber die Konzentration und auch die Anspannung hochhalten“, fordert SKV-Kapitän Timo Hoffmann.

Form hochhalten

Auf den nicht ganz einfachen Bahnen in Raindorf geht es zudem darum, die Form hochzuhalten, um eine Woche später das Final Four in der Champions League zu sichern. Die Zerbster werden dabei eine erbitterte Gegenwehr der Hausherren zu erwarten haben. Nachdem sowohl das Ligaspiel und auch das Pokalmatch in Zerbst für die Raindorfer klar verloren gingen, wollen die Bayern zu Hause ein anderes Gesicht zeigen und dem Meister ein Bein stellen.

Bei einem Sieg hätten die Raindorfer selbst wieder die Chance auf den dritten Tabellenplatz, der die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb garantiert.

Besonders im Blickpunkt dabei steht der deutsche WM-Teilnehmer von 2017, Daniel Schmied, mit einem Heimschnitt von 646 Kegeln. Ebenso Leistungsträger sind die beiden tschechischen Nationalspieler Milan Svoboda und Michael Kotal.

Die Partie der Zerbster in Raindorf beginnt am Samstag um 14 Uhr.

Im Show-Down um den Klassenerhalt empfängt Amberg den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Lorsch. Aufsteiger Friedrichshafen könnte im Heimmatch gegen Schwabsberg einen großen Schritt zum vorzeitgen Klassenerhalt machen.