Zerbst l  871 Übungsleiter und Übungsleiterinnen stehen in den Vereinen zur Verfügung. „Dies ist eine sehr gute Bilanz“, betonte KSB-Geschäftsführer Uwe Tonat. „Der KSB ist ein auf freiwilliger Grundlage beruhender gemeinnütziger Zusammenschluss von Sportvereinen und Sportfachverbänden im Bereich des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, die Sport treiben, diesen fördern und Mitglied im Landessportbund Sachsen-Anhalt (LSB) sind“, heißt es im § 1 Punkt 1 der Satzung des KSB. So verfolgt der KSB ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der §§ 51 ff der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Interessen.

„Der KSB erfüllt seinen Zweck durch die Betreuung seiner Mitglieder und die Vertretung der gemeinsamen Interessen“, betonte Uwe Tonat.

Zusammenarbeit mit Vereinen

Aufgaben und Ziele des KSB sind unter anderem die Wahrung sportlicher Ideale, die Vertretung der Mitgliedsvereine bei den kommunalen Körperschaften, die Förderung der Jugendarbeit und Jugendpflege, des Ausbaus und der Neugründung von Sportvereinen zur Erweiterung der Vielfalt des Sportangebotes im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, der Gesundheitserziehung in allen Altersbereichen sowie des Sportstättenbaus, die Förderung und Durchführung von Veranstaltungen zur Entwicklung eines interessanten Vereinslebens auf Kreisebene und in den Mitgliedsvereinen.

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Des Weiteren tritt der KSB für die Erhaltung, Wiederherstellung und den Schutz der natürlichen Umwelt sowie deren Nutzung für das Sporttreiben ein. Er fördert die Zusammenarbeit mit den Mitgliedsvereinen sowie deren Fachverbände, unterstützt bei der Aus- und Weiterbildung von Trainern, Übungs-, Organisations- und Jugendleitern und er bewahrt und pflegt die Traditionen im Sport.

Zur Realisierung seiner Aufgaben unterhält der KSB eine Geschäftsstelle, die von Uwe Tonat geleitet wird.

3.558 Mitglieder in der Stadt Zerbst

Zum Präsidium gehören Helmut Hartmann (Präsident), Uwe Fromme (1. Vizepräsident), Anja Aschenbach (Vizepräsidentin für Frauensport), Lutz Hartwig (Vizepräsident für Finanzen), Uwe Lehmann (Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit), Karola Aschenbach (Vizepräsident Breitensport), Andrea Rongelraths-Ganzer (Sportjugend), Olaf Behr (Vorsitzender Schiedsgericht) sowie die Beisitzer Dietmar Mücke, Rolf Sonnenberger, Carsten Straube, Torsten Brucke und Chris Wend.

Die Mitgliederzahlen werden in jedem Geschäftsjahr, das ist laut Satzung das Kalenderjahr, am 1. Januar erfasst. Die insgesamt 22.270 Mitglieder werden in zehn Städten und Gemeinden des Landkreises Anhalt-Bitterfeld unterteilt aufgelistet. Dabei wird die Gesamt-Mitgliederzahl jedes Vereins, unterteilt in Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene statistisch ausgewiesen.

Für die Vereine der Stadt Zerbst wurden 3.558 Mitglieder, darunter 1.316 Kinder und Jugendliche sowie 2.242 Erwachsene angegeben (siehe Infokasten). Die meisten Mitglieder verbucht der TSV Rot-Weiß Zerbst. Bei ihm sind 559 Mitglieder (275 Kinder und Jugendliche/284 Erwachsene) organisiert. Ihm folgt der TV „Gut Heil“Zerbst mit 460 Mitgliedern (105/355) und die DLRG Ortsgruppe Zerbst mit 284 (158/126).

Der Verein mit der größten Mitgliederzahl in ABI ist die SG Union Sandersdorf, die 692 Mitglieder zählt. 276 Kinder und Jugendliche sowie 416 Erwachsene sind dort sportlich aktiv.

Sportlerehrungen fallen aus

In jedem Jahr organisiert der KSB etliche Veranstaltungen. Die prominentesten sind die Sportlerehrung des Nachwuchses, die jährlich im Forellenhof in Großpaschleben stattfindet sowie der Sportlerball in Wei-ßandt-Gölzau oder Sandersdorf. Beide Veranstaltungen müssen in diesem Jahr leider aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. „Es gibt mehrere Gründe für die Absage“, erläuterte Uwe Tonat. „Die Sparkasse hat uns die Gelder dafür gestrichen und es haben ja auch keine Sportveranstaltungen stattgefunden. So wäre es eine pure Feier geworden und nach feiern ist uns nicht zu Mute.“

Erschwerend hinzu kommt, dass „die geforderten Hygieneverordnungen in einem großen Saal nicht umsetzbar sind“.

Uwe Tonat kündigte an, dass er sich im Herbst wieder mit den Verantwortlichen der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld zusammen setzen und beratschlagen wird, ob und wie es im nächsten Jahr weitergehen könnte. Er bleibt optimistisch, dass es dann wieder beide Ehrungsveranstaltungen geben wird.