Zerbst l Mit Rang vier belegte der TSV-Mix den besten Platz. Staffelsieger wurden die „Gummibären“ aus Kühnau. Fast noch verdrängt vom Dessauer „HAVOX“-Sechser, der nur einen Minussatz schlechter war. Seit der Saison 2010/2011 konnten somit nur zwei Teams der Zerbster Region Meister der Liga werden. Das waren 2010/2011 die TSV „Monsterblocker“ und 2015/2016 der TSV-Mix.

Lob vom Staffelleiter

Bei der Siegerehrung lobte Staffelleiter Uwe Krüger, der über die gesamte Saison von Heike Osterwald unterstützt wurde, die Bereitschaft aller Mannschaften, den Spielplan einzuhalten. Mit dem Kühnauer Sechser setzte sich „die beste Mannschaft der Saison durch“. Der Titelverteidiger stellte die auf den einzelnen Positionen durchweg am besten besetzte Mannschaft.

Vor allem mit ihrem durchschlagskräftigen und variablen Angriffsspiel punkteten die „Gummibären“ und hatten auch bei den Frauen viel individuelle Stärke zu bieten .

Dass die Kühnauer auch ohne ihren 2,03 m Hauptangreifer punkten können, bewiesen sie noch einmal am letzten Punktspieltag. Gegen die starke Konkurrenz aus Meinsdorf und des TSV-Mix hatten sie keine Probleme und siegten jeweils mit 2:0 nach Sätzen.

Spielerisch nicht schlechter und nur knapp auf Rang zwei der „HAVOX“-Sechser aus Dessau. Die Mannschaft setzt sich aus Spielerinnen und Spielern unterschiedlicher Vereine zusammen. Einer der auffälligsten Akteure ist Matthias Müller. Der Dessauer ist im Angriff und in der Feldabwehr der Taktgeber.

Beobachter stellen immer wieder fest, dass er zudem als Übungsleiter des Nachwuchssechsers „Junge Wilde“ sehr besonnen, aber auch fordernd an der Seitenlinie agiert. „Es fehlten einige Leistungsträger. Die haben schulische Verpflichtungen und die gehen nun mal vor“, äußerte sich Müller zum nicht so überzeugenden Auftreten seiner 15- und 16-Jährigen.

Großer Abstand

Der Abstand der folgenden Mannschaften zu den beiden Sechsern drückt sich nicht nur in den Punkten aus, sondern wurde gerade noch einmal am letzten Spieltag spielerisch deutlich. Meinsdorf und der TSV-Mix hatten gegen Staffelsieger Kühnau keine Chance. Wobei die TSVer im zweiten Satz ein 23:25 erkämpften und mit Angreifer René Ernst den besten Spieler auf dem Feld hatten.

Der Zerbster 1,90 m-Mann hat sich kontinuierlich verbessert und gehört mittlerweile zu den besten Spielern der Liga. Rang vier für den TSV-Mix ist in Anbetracht der dünnen Personaldecke durchaus ein Erfolg.

Interessant wird sein, ob der Sechser für die anstehenden Turniere und für die kommende Saison weitere ehemalige Spieler reaktivieren kann. Am letzten Spieltag war das mit dem 31-jährigen Zerbster Florian Schrödter der Fall.

Der zweite TSV-Sechser, die Zerbster „Monsterblocker“, werden in den kommenden Jahren wohl nur weiter von der Meisterschaft 2010/2011 träumen können. Obwohl individuell nicht so schlecht besetzt, fehlt einfach frischer jugendlicher Wind.

Aus der Zerbster Volleyball-Familie Handrich scheint mit dem Enkel vom TSV-Urgestein Dieter Handrich ein hoffnungsvolles Talent in Sicht zu sein. Aber vielleicht erleben die Spielerinnen und Spieler um Tilo Feldmann, Heike Osterwald, Daniel Seifert und Berndt Wünsche in der kommenden Saison ihren x-ten Volleyballfrühling.

Gegen den Youngster-Sechser aus Dessau konnten die „Monsterblocker“ mit einem guten Spiel und einem 2:1 wieder einmal über einen Erfolg jubeln.

Wie der Lübser VV sich kontinuierlich entwickelt und mit Rang sechs eine tolle Platzierung erreicht hat, ist nur über ein intaktes Mannschaftsgefüge und zu begeisternde Spieler machbar. Mit Karsten Eins als Zugpferd kamen in den letzten Monaten immer wieder neue, gute Akteure hinzu. Letztens war es die Zerbsterin Susan Heinrich. Die Lehrerin stand noch in dieser Saison im Kader des erfolgreichen Frauensechsers des TSV Rot-Weiß Zerbst. Ein weiterer personeller Gewinn für die sympathischen Lübser.

Die Güterglücker hatten es auch am letzten Spieltag schwer, wieder eine schlagkräftige Mannschaft zu formieren. So musste „Boxer-Schwergewicht“ Michael Ludwig aushelfen.

Dabei hat das Team um Michael Sens und Oliver Weiß hoffnungsvollen Nachwuchs in seinen Reihen. Was zum Beispiel die 17-jährigen Schüler Heiner Lampe, Hannes Große und Morice Bohnan an einigen Spieltagen gezeigt haben, weckt sicherlich nicht nur im Güterglücker Lager große Hoffnungen. Der vorletzte Rang sollte in der kommenden Saison verbessert werden können. Spaß steht aber bei den Randzerbstern seit jeher im Vordergrund.

„Ich hoffe wir sehen uns alle zur kommenden Saison wieder. Wann und ob das traditionelle Pokalturnier stattfindet, das werdet ihr rechtzeitig erfahren“, verabschiedete Staffelleiter Krüger die Mannschaften nach der Siegerehrung in eine längere Spielpause.