Magdeburg. Daniel Bauer kann es kaum erwarten, dass es heute um 13.30 Uhr in der MDCC-Arena gegen Türkiyemspor, den Tabellenletzten der Regionalliga Nord, losgeht. Der FCM-Kapitän sagt auch warum: "Ich fühle mich sehr gut. Das war lange Zeit nicht so, denn meine Verletzung zog sich hin."

Nach siebenwöchiger Zwangspause wegen eines Haarrisses am Schienbeinknochen stellt der verlängerte Arm von Trainer Ruud Kaiser fest: "Da tut es schon gut, einmal wieder eine Woche komplett durchtrainiert zu haben. Egal, wer als Gegner auf dem Platz steht – wir müssen gewinnen." Sein Team befinde sich "in einer schwierigen Phase". Er erwartet keinen Traumfußball, "ich würde mich schon über ein 1:0 freuen, aber ein Sieg muss her! Die Fans erwarten, dass wir, auch wenn es zurzeit bei uns nicht so richtig läuft, den Gegner niederkämpfen."

Mit Blick auf "die vielen neuen und jungen Spieler in der Mannschaft" fordert der 28-Jährige: "Jetzt müssen einige von ihnen eine Führungsrolle übernehmen. Ich habe Verständnis, dass das seine Zeit braucht. Vor zweieinhalb Jahren, als ich zum FCM kam, hatte auch ich eine andere Rolle als heute. Aber jetzt müssen vor allem so erfahrene Spieler wie Sebastian Sumelka, Daniel Halke und Tobias Becker Präsenz zeigen."

Auch Rüdiger Bartsch lässt für das heutige Spiel nur eines gelten: "Es liegt mir fern, einen Gegner, wen auch immer, zu unterschätzen. Aber gegen Türkiyemspor muss ein Sieg her. Wir sind klarer Favorit."

Der FCM-Manager, der am Donnerstag in der Frankfurter DFB-Zentrale als Vertreter der Vereine der Regionalliga Nord an einer Tagung des Spiel-Ausschusses der 3. Liga und der Regionalligen teilnahm, erwartete vor allem vom möglichen Comeback des Abwehr-Routiniers Stephan Neumann nach dessen fünfwöchiger Verletzungpause "etwas mehr personelle Alternativen".

In der Mainmetropole, so Bartsch, hätten vor allem zwei Hauptthemen zur Diskussion gestanden: Der Rahmen-Terminplan beider Ligen für die Saison 2011/12 sowie die beschlossene Reform der Regionalliga ab der Saison 2012/13: "Alles wartet jetzt auf die Zusammensetzung der Kommission, die die Details der Reform in Sack und Tüten bringen soll. Das wird eine Riesen-Arbeit, innerhalb von vier Monaten bis zum DFB-Bundestag die Vorlage für das Präsidium zu erarbeiten."

Offene und brisante Themen der umstrittenen Reform sind bekanntlich die Teilnahme-Modalitäten der U-23-Teams der Bundesligisten, daraus resultierende Wettbewerbs-Verzerrungen, Stammspieler- sowie Auf- und Abstiegs- regelungen. Bartsch: "Die Kommission hat eine immense Verantwortung, denn sie muss in relativ kurzer Zeit versuchen, eine möglichst vielen gerecht werdende Beschlussvorlage zu erarbeiten. Das ist nicht einfach."