Zwei Siege und ein Unentschieden verbuchten die deutschen Teams gestern Abend in der Fußball-Europa-League. Arturo Vidal hat Bayer Leverkusen mit seinem 1:0 gegen Aris Saloniki das Tor zur K.o.-Runde ganz weit aufgestoßen. Der VfB Stuttgart setzte sich beim spanischen FC Getafe klar mit 3:0 durch, Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund erreichte bei Paris St. Germain ein 0:0.

Getafe (dpa). In der Bundesliga nur auf dem Relegationsplatz, in der Europa League dagegen schon eine Runde weiter: Der VfB Stuttgart hat mit dem hochverdienten 3:0 (1:0) beim spanischen Club FC Getafe wieder sein internationales Gesicht gezeigt und die Gruppenphase des Wettbewerbs vorzeitig gemeistert. Ciprian Marica (26. Minute), "Joker" Timo Gebhart (65.) und Martin Harnik (76.) sorgten für den vierten Sieg im vierten Spiel.

Den Stuttgartern ist damit der erste Platz in der Gruppe H kaum mehr zu nehmen. Sie können sich bis zum Ende der Hinrunde ganz auf den Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga konzentrieren, wo sie die Erfolge aus dem Europacup bislang kaum bestätigen konnten. Zwei Wermutstropfen trübten allerdings die Freude: Torschütze Marica sah in der 79. Minute Rot, weil er seinem Gegenspieler am Ohr zog. Zudem musste Serdar Tasci mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz (58.)

Vor 18 265 Zuschauern hatte sich für Leverkusen zunächst eine erneute trostlose Nullnummer gegen die unbequemen Kontrahenten angedeutet. Eine gar drohende Niederlage gegen den dreifachen griechischen Meister verhinderten der starke Torwart René Adler und Vidal mit seinem Last-Minute-Treffer aus Nahdistanz.

Trotz des dürftigen Auftritts haben die in dieser Europapokal-Saison ungeschlagenen Leverkusener als Tabellenführer mit acht Punkten in den noch ausstehenden zwei Gruppenspielen bei Rosenborg Trondheim und gegen Atletico Madrid allerbeste Chancen, die Ausscheidungsrunde zu erreichen.

Borussia Dortmund hat das vorzeitige Aus in der Europa League verhindert, bleibt aber in einer ungünstigen Ausgangsposition. Der Bundesliga-Tabellenführer kam bei Paris St. Germain nicht über ein 0:0 hinaus und muss die verbleibenden zwei Spiele in der Gruppe J gewinnen, um noch in die K.o.-Runde einzuziehen. Hinter Tabellenführer FC Sevilla (9 Punkte), der Karpaty Lwiw (0) schlug, und Paris (8) rangiert der BVB (5) an dritter Stelle

Von dem Power-Fußball, mit dem die junge Truppe von Trainer Jürgen Klopp in dieser Saison die Bundesliga aufmischt, war in der französischen Hauptstadt erst in der Schlussphase etwas zu sehen. Zuvor hatte nur Glück und der starke Keepers Roman Weidenfeller die Westfalen den Punkt gegen die seit nun zwölf Europapokal-Heimspielen ungeschlagenen Pariser gesichert. Kurz vor dem Ende hatte Robert Lewandowski allerdings noch die größte Chance des Spiels, um den BVB doch noch zum Sieg zu schießen. Doch er scheiterte.