Sensationelles Aus für Spitzenreiter FSV Mainz 05, bittere Pleite auch für Borussia Dortmund: In der 2. Runde des DFB-Pokals sind gestern zwei prominente Vertreter der Fußball-Bundesliga gescheitert.

Berlin (dpa). Borussia Dortmund verlor beim Drittligisten Kickers Offenbach nach Elfmeterschießen mit 2:4. Vor 25 000 Zuschauern auf dem ausver-kauften Bieberer Berg hatte es in 120 Minuten keine Tore gegeben. Matchwinner für die Hessen war Sead Mehic, der den entscheidenden Elfmeter verwandelte.

Mainz unterlag auf dem Tivoli dem starken Zweitligisten Alemannia Aachen 1:2 (0:1). In der turbulenten Schlussphase musste der Mainzer Trainer Thomas Tuchel wegen Meckerns auf die Tribüne. 1899 Hoffenheim kam zu einem mühevollen 1:0 (0:0) gegen den FC Ingolstadt.

Eine turbulente Partie erlebten die Zuschauer in Frankfurt. Drei Minuten nach seiner Einwechslung für den verletzten Alexander Meier traf der Brasilianer Caio aus 25 Metern unhaltbar für HSV-Torwart Jaroslav Drobny (13. Minute). Nur wenig später erhöhte Theofanis Gekas per Kopf nach schöner Flanke von Halil Altintop auf 2:0 (20.), ehe Mladen Petric drei Minuten später per Abstauber aus kurzer Distanz der Anschlusstreffer gelang. Noch vor der Pause stellte Gekas aus abseitsverdächtiger Position den alten Abstand wieder her (45.).

Nach dem Wechsel traf Petric erst einmal ins eigene Netz (65.) und wenige Sekunden später ins Frankfurter Tor (66.) zum 2:4 aus Sicht der Gäste. Kurz vor dem Anpfiff hatte sich Trainer Veh mit Fieber krankgemeldet und wurde von Co-Trainer Michael Oenning vertreten. Ohne ihren Stürmerstar Ruud van Nistelrooy fehlte den Hamburgern auf dem Platz der Schlüsselspieler und die Durchschlagskraft im Spiel nach vorne. Per Foulelfmeter machte Altintop (87.) das 2:5 perfekt.

Mit Offensivdrang und -freude startete die Alemannia in das Duell mit dem Überraschungs-Team aus Mainz. Der frühere FSV-Angreifer Benjamin Auer schoss die Schwarz-Gelben mit 1:0 in Führung (26.), Marco Höger (60.) gelang nach der Pause das 2:0. Adam Szalai sorgte mit dem Anschlusstreffer (68.) für Hoffnung bei der Mannschaft von Trainer Tuchel – vergebens.

Superjoker Martin Harnik hat den wackelnden Bundesligisten VfB Stuttgart mit einem Dreierpack vor einer Riesenblamage bewahrt. Der Experte für entscheidende Tore führte die Schwaben beim Chemnitzer FC zu einem mühevollen 3:1 (1:1, 0:0)-Sieg nach Verlängerung. Der CFC wurde für eine kämpferisch überragende Leistung nicht belohnt.