Marc Schmedt saß am Dienstag in der Berliner Max-Schmeling-Halle und musste zusehen, wie das Unglück erst bei der Pokalauslosung und dann auf dem Spielfeld seinen Lauf nahm. Mit dem Geschäftsführer des SC Magdeburg sprach Volksstimme-Redakteurin Janette Beck.

Volksstimme: FrischAuf Göppingen und dann noch auswärts – von einem Glückslos kann man da nicht gerade sprechen.

Marc Schmedt: Natürlich habe ich endlich mal auf ein Heimlos gehofft. Und dass wir dann auch noch Göppingen erwischen, na ja – jeder weiß ja, dass wir in dieser Saison schon dort angetreten sind und kennt das ernüchternde Ergebnis (17:29/d. Red). Aber wir sind im Viertelfinale, da ist eh jeder Gegner schwer. Klar ist, wir gehen nicht als Favorit ins Rennen, stellen uns aber der Aufgabe mit aller Konsequenz. Und wenn wir so spielen, wie die erste Halbzeit in Berlin oder Kiel, dann haben wir auch eine Chance.

Volksstimme: Schmerzt es nicht um so mehr, dass diese Partien aus den Händen gegeben wurden?

Schmedt: Sicher ist es schade, dass es nicht gereicht hat. Aber ich denke, die Jungs konnten erhobenen Hauptes vom Feld gehen – auch in Berlin. Die Partien haben gezeigt, dass wir dicht dran sind an den Favoriten. Aber natürlich wollen wir nicht für immer und ewig der Sieger der Herzen sein. Momentan fehlt uns noch ein kleines Stück, und auch Glück muss man sich erarbeiten. Aber die Zeit wird kommen, da haben wir das bessere Ende für uns.

Volksstimme: Apospos Zeit. Reicht die, um die bittere 26:27-Niederlage zu verarbeiten? Schon am Sonntag muss der SCM ja auswärts gegen Melsungen ran.

Schmedt: Auch nach dem Kiel-Spiel sind wir nicht in ein Loch gefallen. Ich bin sicher, der Trainer schafft es, die Spieler mit den vielen positiven Dingen, die es in Berlin gegeben hat, aufzubauen.