Park City. Sie ist mit 1 340 Metern kürzer als in Calgary, sie hat mit 7,8 Prozent ein kleines Gefälle, 15 Kurven sind zu nehmen: Die Eisrinne von Park City (USA) stellt nicht den Anspruch an die Bob-Piloten wie jene in Whistler (Kanada). Vor allem erreichen die Teams wohl nicht annähernd die gleichhohe Geschwindigkeit. Aber allein nur gut hinunterzugleiten wie auf der Autobahn Calgary (Kanada) wird nicht reichen, um die Topzeit zu erzielen. "Park City ist etwas anspruchsvoller", sagt Andreas Bredau. Der Anschieber aus Burg startet am Wochenende im Team von Manuel Machata (SC Potsdam) erneut im Zweier- und Vierer-Wettbewerb.

Bredau klingt wie Machata und Machata klingt wie Bredau, wenn er sagt: "Wir wollen eigentlich immer nur das Beste aus uns herausholen. Wir werden weiter konzentriert arbeiten und unseren Stil durchziehen." Auf Machata, dem Weltcup-Debütanten, der an den ersten beiden Saison-Wochenenden bereits zwei Siege, einen zweiten und einen dritten Platz eingefahren hat, wartet einmal Neuland unter Kufen auf der Olympia-Bahn von 2002. Aber er weiß: "Die Stimmung im Team ist sensationell", wird er auf der Homepage des deutschen Bob- und Schlittenverbandes (BDS) zitiert. Und das Vertrauen ist groß.

Thomas Schwab, der BSD-Generalsekretär, schaut etwas ungläubig auf die letzten Ergebnisse: "Ich weiß gar nicht, wie ich die Erfolge einordnen soll." Womöglich ist die Konkurrenz noch nicht in Topform. Diese Frage stellt sich allein in Anbetracht des vierten Platzes von Olympiasieger Steven Holcomb (USA) beim zweiten Wettbewerb im Vierer.

Christoph Langen, der Bundestrainer, sieht sich indes bestätigt: Die guten Resultate "zeigen mir, man muss ihnen einfach das Vertrauen geben", sagt er im Vorbericht auf der BDS-Seite. Seine Piloten Karl Angerer (Königssee), Maximilian Arndt (Oberhof) und Manuel Machata haben ihn nicht enttäuscht. Und Machata überzeugte im Training mit Bestzeit.