Zuletzt machte eher das Präsidium des FCM Schlagzeilen. Anfangs nur als Gerücht, seit Mittwoch Gewissheit: Das fünfköpfige Gremium ist zurückgetreten – wegen ausbleibender sportlicher Erfolge. Doch da war noch etwas: Die Regionalliga-Elf muss morgen (13.30 Uhr) wieder ran, diesmal beim Vorletzten, der U 23 von Eintracht Braunschweig.

Magdeburg. Gelingt dem FCM ausgerechnet in Magdeburgs Partnerstadt endlich der Durchbruch? Im dritten Spiel des selbst so deklarierten "Monats der Wahrheit" stehen die Zeichen für die Elf von Trainer Ruud Kaiser auf Zuversicht. Der 49-Jährige, der die Eintracht-Reserve zuletzt dreimal beobachtet hat, stellt fest: "In unserer Liga kann jeder gegen jeden punkten. Da gibt es keine superschlechten Mannschaften."

Immerhin, so der Holländer, habe seine Elf trotz der Unentschieden in Havelse (3:3) und gegen Türkiyemspor (1:1) "Moral bewiesen und gezeigt, dass wir bis zum Abpfiff kämpfen und jeweils in der Schlussphase noch in der Lage waren, einen Punkt zu holen. Das Minimale in Braunschweig ist ein Punkt, mehr ist besser." Die Stimmung im Team bezeichnet Kaiser als "untereinander gut". Das Präsidium habe, ehe es am Mittwoch vor die Presse gegangen war, mit der Mannschaft gesprochen. Kaiser weiter: "Wir haben aber unsere eigene Aufgabe." Es gehe zwar noch nicht zu 100 Prozent "in die Richtung, die wir wollen, aber unser Weg ist noch nicht zu Ende". Viele Verletzungen hätten das Team zurückgeworfen.

Und so wird Kaiser auch morgen seine Elf wieder umbauen müssen. Zuschauen muss diesmal Kapitän Daniel Bauer, am zurückliegenden Sonnabend bester FCM-Spieler, wegen seiner fünften Gelben Karte.

Dafür wird Stephan Neumann wohl von Beginn an auf der linken Verteidigerposition spielen. Die Vierer-Abwehrkette (Kaiser: "Wegen Verletzungen und Sperren musste ich sie nach fast jedem Spiel wieder umformieren.") bilden darüber hinaus Seabastian Sumelka, Daniel Halke und Philip Saalbach.

Wenn dem FCM-Coach etwas nicht zu nehmen ist, dann seine Zuversicht: "Meine Erfahrung zeigt, wir kommen mit unserer Mannschaft aus der derzeitigen Situation heraus." Ein Anfang muss morgen gemacht werden.