Von Daniel Hübner

Bobsport lAltenbergZwei Premieren, Überwindung eines Traumas, Opfer der Benesch-Kurve: Die deutschen Top-Piloten im Europacup (EC) der Bobfahrer sind am vergangenen Wochenende ein bisschen durch Himmel und Hölle gefahren. Francesco Friedrich (Oberhof) wird nun seinen Enkelkindern viel zu erzählen haben: Er ist der zweite Pilot überhaupt, der mit seinem Schlitten in der ersten Kurve nach dem Start auf der Bahn in Altenberg stürzte, das war am Sonntag im Vierer. Vor ihm war es nur Matthias Benesch passiert, weshalb die Kurve entsprechend Benesch-Kurve heißt.

Friedrich hätte aber an jenem Tag auch nichts ausrichten können gegen Benjamin Schmid, der die Renngemeinschaft WSV Königssee und Mitteldeutscher Sportclub (MSC) zu ihrem ersten EC-Sieg im Vierer überhaupt steuerte. Und das nach seinem schweren Sturz in Altenberg vor einigen Wochen. Genau deshalb "gebührt ihm großer Respekt", sagt Norman Dannhauer, Trainer der MSC-Anschieber. "Er ist von der ersten bis zur 18. Kurve konzentriert gefahren." Mit dem Erfolg haben Schmid und die Anschieber Marko Hübenbecker, Matthias Kagerhuber sowie Fabian Heinemann aus Magdeburg noch einmal ein Zeichen gesetzt in Richtung Junioren-Weltmeisterschaft im Januar in Igls. Denn Schmid führt den Vierer-EC jetzt an. Wer für den für die WM zu alten Kagerhuber anschiebt, wird am 30. Dezember in Oberhof entschieden.

Hübenbecker konnte derweil am Wochenende etwas Kraft sammeln, denn im Zweier-Wettbewerb ging erstmals Heinemann mit Schmid an den Start. "Wir haben ihn ins kalte Wasser geworfen, dafür hat es Fabian ordentlich gemacht", so Dannhauer - Rang sechs. Und es gewann Friedrich.