Magdeburg (dpa/os) Der ehemalige Magdeburger Handball-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Außerdem erhielt er eine Geldauflage in Höhe von 10.000 Euro, die er in monatlichen Raten von 500 Euro zu entrichten hat.

Nach einem Geständnis Hildebrandts war das Amtsgericht davon überzeugt, dass er in 30 Fällen Steuern hinterzogen hat. Dadurch entstand ein Schaden von mehr als 800 000 Euro. Hildebrandt hatte zugegeben, dass unter seiner Verantwortung als Geschäftsführer des Bundesligisten SC Magdeburg falsche Ticketzahlen an das Finanzamt gemeldet wurden. Zudem waren Zahlungen an Spieler teilweise nicht versteuert worden.

Multifunktionär Hildebrandt, der unter anderem auch Leiter des Olympiastützpunktes Halle/Magdeburg war, hatte Unstimmigkeiten zugegeben. Zu Details könne er selbst jedoch nichts sagen, weil sich Mitarbeiter darum gekümmert hätten. Er selbst sei für das Grobe zuständig gewesen und lege sich zur Last, seinen Pflichten als Geschäftsführer nicht nachgekommen zu sein.

Das Geständnis Hildebrandts kam nach einem Rechtsgespräch zustande, in dem er sich zu einer Aussage bereiterklärt hatte. Das Gericht hatte im Gegenzug zugesagt, eine Gesamtfreiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr und sechs Monaten zu verhängen. Dem hatte auch die Staatsanwaltschaft zugestimmt.

Das Urteil wird nach sieben Tagen rechtskräftig. Hildebrandt erklärte auf Nachfrage gegenüber der Magdeburger Volksstimme, dass er keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen möchte