Magdeburg/Düsseldorf l Es musste alles ganz geheim bleiben. Die Reise nach Düsseldorf hatte Lea-Jasmin Riecke am Wochenende allein angetreten. Aus dem Familienurlaub auf Sizilien ins Rheinland. Dort war die Leichtathletin aus Magdeburg schließlich nomiert als einer von fünf Kandidaten für Deutschlands Juniorsportler des Jahres.

Überraschung für Lea-Jasmin Riecke

Doch was sie nicht wusste. Heimlich, still und leise waren auch ihre Eltern aus Italien nach Deutschland gereist. „Das war eine riesige Überraschung“, meinte Lea-Jasmin Riecke. „Ich dachte, sie sitzen noch auf Sizilien und ich müsste ihnen am Telefon mitteilen, wie es ausgegangen ist.“

Musste sie nicht. Denn den großen Moment wollte und konnte Familie Riecke gemeinsam genießen. Die 20-Jährige vom Mitteldeutschen SC hat tazsächlich die Online-Wahl zum Juniorsportler des Jahres gewonnen. Eine Auszeichnung, nachdem sie im Juli mit 6,51 Metern völlig überraschend die Goldmedaille im Weitsprung bei der U-20-Weltmeisterschaft gewonnen hatte.

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„Ich hatte eine tolle Saison, bin so gut wie noch nie gestartet. Dann konnte ich mich über das Jahr immer weiter steigern und Erfolge feiern, bis hin zur WM-Qualifikation“, erzählte sie im Rückblick auf das Jahr. „Im Vorfeld habe ich mir zwar kleine Hoffnungen auf eine Medaille gemacht, die dann aber erstmal verflogen schienen, als ich mich als Zwölfte gerade so fürs Finale qualifiziert habe. Dass ich dort dann zum Titel gesprungen bin, war unbeschreiblich, wie auch den Titel zum Juniorsportler des Jahres gewonnen zu haben.“ Und weiter: „Ich habe nicht damit gerechnet zu gewinnen. Die Nominierung war schon ein Erfolg und hat mir viel bedeutet. Aber jetzt wirklich Juniorsportlerin des Jahres zu sein, ist Wahnsinn.“

Vorbote für große Karriere

Zumal der Titel in vielen Fällen wirklich ein Vorbote für eine große Karriere war. Franziska van Almsick hat ihn gewonnen, Magdalena Neuner, Laura Dahlmeier, Maria Riesch. Und vor zwei Jahren auch eine weitere Sportlerin aus Sachsen-Anhalt. Da setzte sich Radsportlerin Pauline Grabosch durch. Sie war beim RSV Osterweddingen groß geworden.