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Gewichtheben Björn Günther vorm Comeback des Jahres

Die Heber des SSV Samswegen müssen am Samstagabend (18 Uhr) gegen den KSV Durlach ran - und können dabei wieder auf den lange verletzten Björn Günther setzen.

Von Klaus Renner Aktualisiert: 22.01.2026, 19:59
Björn Günther kann für Samswegen wieder die Gewichte stemmen.
Björn Günther kann für Samswegen wieder die Gewichte stemmen. Foto: Eroll Popova

Samswegen - Es wird das Comeback des Jahres: Fast zwölf Monate nach seiner folgenschweren Ellenbogenverletzung will Björn Günther wieder ins Bundesligageschehen seines SSV Samswegen eingreifen. Der 29-Jährige, aus dem thüringischen Breitungen stammende Athlet, ist erstmals wieder eine feste Größe im Aufgebot der Bördestemmer. Das Team aus der Börde erwartet am morgigen Sonnabend ab 18 Uhr den KSV Durlach.

Beide Kontrahenten sind Tabellennachbarn, die Gäste haben als derzeitiger Sechster 766 Relativpunkte und 3:7 Zähler auf ihrem Konto. Samswegen dagegen ist Siebter mit 2:7 Punkten. Allerdings ist der vom ersten Saisonwettkampf datierende Bestwert von 832 Relativpunkten aktuell dritthöchstes Resultat der laufenden Bundesligasaison. Aufgrund von Verletzungsproblemen ist der SSV Samswegen derzeit zur Wiederholung einen ähnliches Ergebnisses nicht in der Lage.

Das unterstreicht auch Stefan Bruse. „Es wird sehr eng, aber wir wollen auf jeden Fall die drei Punkte holen“, so der Sportliche Leiter des Samsweger Bundesliga-Sextetts. Der 40-Jährige vertraut neben Björn Günther auf den WM-Dritten Roberto Gutu, den Letten Armandis Mezinskis, Tobias Becker, die Berlinerin Antonia Ackermann und Ersatzfrau Nicole Roy. „So um die 760 bis 780 Punkte sollten mit dieser Mannschaft drin sein“, rechnet Bruse.

Das vor Saisonbeginn ausgegebene Saisonziel, Erreichen des Finales der drei besten Teams, liegt für den SSV Samswegen hingegen in weiter Ferne. Die sieben Minuspunkte auf ihrem Konto wiegen zu schwer. „Wir wollen aber Punkte sammeln, um in dieser Saison einen angemessenen Platz zu erreichen. Das Finale ist für uns nur noch mit ganz viel Glück drin“, erweist Bruse sich als Realist.

Auch Roberto Gutu ist wieder fit

Samswegens bester Heber Roberto Gutu hat nach Aussagen von Bundestrainer Almir Velagic seine Schulterverletzung auskuriert: „Roberto trainiert wieder ohne Einschränkungen“, räumt Velagic nach Ende des Trainingslagers auf der spanischen Insel Teneriffa ein. „Allerdings sollte am Sonnabend niemand von Roberto Bestleistungen erwarten.“

Zur aktuellen finanziellen Situation des SSV Samswegen äußerte sich dessen Fördervereins-Vorsitzender Maik Spereiter: „Den Ausfall der Förderungen durch Lotto Sachsen-Anhalt können wir nur sehr schwer kompensieren. Unsere Lage ist sehr angespannt. Neue Verpflichtungen sind nur möglich, wenn wir mehr Geld bekommen. Mit unserem derzeitigen Sponsorenpool klappt das nicht. Entweder stellen sie uns mehr Mittel zur Verfügung oder wir gewinnen neue Sponsoren hinzu – am besten beides und das in ausreichender Größenordnung.“

Nach dem überraschend ausgefallenen Heimwettkampf im Oktober sei es das Ziel, die übrigen zwei Heimwettkämpfe „mit Sicherheit durchzuführen“. Der SSV Samswegen empfängt in dieser Saison noch die Athletenschmiede Kiel (21. Februar) und den AV Speyer (11. April).