Rudern

Erster Podestplatz für Max Appel vom SCM

Max Appel vom SC Magdeburg kämpft erst mit den Nebenwirkungen der ersten Corona-Schutzimpfung und bringt dann den Doppelvierer in Richtung Weltcup-Podium.

Von Daniel Hübner
Max Appel (l.) sicherte sich mit seiner Crew den ersten Podestplatz der Saison.
Max Appel (l.) sicherte sich mit seiner Crew den ersten Podestplatz der Saison. Foto: Detlev Seyb

Zagreb/Magdeburg. Max Appel ist erstmals gegen das Coronavirus geimpft worden. In fünf Wochen erhält er die zweite Spritze, dann ist sein Start bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) gesichert. Für die erste Behandlung war der Zeitpunkt allerdings nicht sonderlich ideal, so kurz vor dem Weltcup in Zagreb (Kroatien). Denn der Ruderer vom SC Magdeburg hatte mit Nebenwirkungen zu tun. Mit Übelkeit, mit Kopfschmerzen. „Ich habe nur gepennt“, berichtete Appel über sein Befinden am Tag vor dem ersten Start am vergangenen Freitag.

Am Sonntagmittag hatte er die Nebenwirkungen wieder vergessen, als er am Flughafen Frankfurt am Main auf seinen Anschlussflieger nach Hamburg wartete. Am Sonntagmittag durfte er vielmehr seinen ersten Podestplatz mit dem Doppelvierer resümieren.

Enges Finale in Zagreb

Sein Befinden änderte auch das Vorhaben der Crew von Trainer Marcus Schwarzrock im Vorlauf. Mit beachtlichen 30 Sekunden Rückstand auf die Konkurrenz erreichte das Boot des deutschen Verbandes (DRV) das Ziel. „Wir haben nur auf den ersten 500 Metern angezogen“, sagte Appel, danach ließ das Quartett in niedrigen Frequenzen sein Gefährt ins Ziel trudeln. Am Sonnabend wurden sowohl Hoffnungslauf als auch Finale ausgetragen. „Der Endlauf wurde vorgezogen, weil für Sonntag Sturm angesagt wurde.“ Und weil dies ob der überschaubaren Teilnehmerfelder kein organisatorisches Problem darstellte.

Den Hoffnungslauf gewannen Appel, der seit vergangenen November den Schlag vorgibt, und sein Team mit Hans Gruhne, Karl Schulze und Tim Ole Naske, im Finale belegte das Boot den dritten Platz in einem engen Rennen. Es gewann Estland in 5:48,03 Minuten über die 2000 Meter vor Polen (5:49,03) und Deutschland (5:49,65). „Wir waren am Start nicht weggekommen“, berichtete der 25-jährige Appel. „Auf den ersten 750 Metern haben wir eine, wenn nicht sogar eineinhalb Sekunden verloren.“

Estland und Polen waren schon bei der Europameisterschaft 2020 vor dem deutschen Boot ins Ziel gekommen, allerdings mit deutlicherem Vorsprung. In Zagreb fehlten die zuletzt stärksten Boote aus Italien und den Niederlanden. Auch die Briten waren nicht am Start. Und die Amerikaner (4.) rückten an das DRV-Quartett bis auf elf Hundertstel heran. Dennoch hat Appel einen positiven Eindruck vom Auftritt gewonnen. „Wir haben in der Vorbereitung gut gearbeitet“, ist sich Max Appel sicher. Zugleich blickte er auf das kommende Rennen beim Weltcup auf dem Rotsee in Luzern (Schweiz/21. bis 23. Mai) voraus: „Es wird spannend.“