Magdeburg l Es war eine Demonstration seiner derzeitigen Stärke. Bauyrzhan Mur-zabayev, häufig als der Mann mit dem unaussprechlichen Namen bezeichnet, eilt momentan von Sieg zu Sieg und setzte seine beeeindruckende Erfolgsserie am Sonnabend auch in Magdeburg fort. Bei fünf Starts wurde der 26-Jährige dreimal Erster, einmal Zweiter und einmal Dritter.

Otto siegt in Ottostadt

Gleich bei seinem ersten Auftritt, dem vorletzten Lauf zur Mitteldeutschen Galoppserie, lag Murzabayev vorn. Und das mit dem vierjährigen Wallach namens Otto – passend zur Ottostadt Magdeburg.

Auf die Frage, was denn sein Erfolgsgeheimnis sei, antwortete der Topjockey bescheiden: „Es gibt keines. Bei mir läuft es einfach gut, ich habe die richtigen Pferde und manchmal auch das nötige Quäntchen Glück.“

Im Hauptrennen der Städtischen Werke Magdeburg, einem mit 9000 Euro – insgesamt gab es Preisgelder in Höhe von 38 500 Euro – dotierten Rennen über 2050 Meter, reichte es mit dem sechsjährigen Wallach Antares zwar nur für Platz zwei hinter Maxim Pecheur mit Soliman, doch hatte Murzabayev dafür eine plausible Erklärung: „Ein um elf Kilo höheres Gewicht steckt man nicht so einfach weg. Mit dem zweiten Platz kann ich deshalb sehr gut leben.“

Mit den Siegen 81, 82 und 83 setzte sich der 26-Jährige im Klassement der Jockeys, die 2019 die meisten Inlandssiege errungen haben, weiter ab. Es folgen Pecheur (70), Marco Casamento, Michael Cadeddu (je 38) und Jozef Bojko (34), die alle am Sonnabend am Start waren und somit für eine erstklassige Besetzung sorgten.

Pecheur durfte ebenfalls zufrieden sein, schnürte er doch immerhin einen Doppelpack. Der Rückstand auf Murzabayev ist allerdings weiter angewachsen und kaum noch aufholbar.

Freuen konnte sich auf dem mit 4800 Zuschauern gut gefüllten Herrenkruggelände auch Besitzer-Trainer Frank Fuhrmann aus Möser. Beim Lauf zur Sport-Welt-Amateur-Trophy lagen seine Pferde Luminist und Novacovic vorn.

Dreharbeiten für Krimi

Begonnen hatte der Sonnabend schon vormittags mit den Dreharbeiten zum neuen Magdeburger „Polizeiruf 110“, was Präsident Heinz Baltus schwärmen ließ: „Eine bessere Werbung für die Stadt, den Galopprennsport und unseren Verein kann es nicht geben. So etwas ist unbezahlbar. Zumal Magdeburg bei dem Krimi ausgesprochen positiv dargestellt wird, was ja in den bisherigen Folgen nicht immer unbedingt der Fall war.“ Wann der Polizeiruf mit dem Titel „Totes Rennen“ ausgestrahlt wird, steht indes noch nicht fest.

Und Murzabayev? Der freut sich schon auf den letzten Renntag im Herrenkrug Mitte Oktober: „Da bin ich auf jeden Fall wieder am Start und hoffe auf ein ähnliches Ergebnis.“

 

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