Magdeburg l Im dritten Anlauf hat es geklappt: Rob Muffels vom SC Magdeburg hat das Ticket zur Weltmeisterschaft im Juli in Gwangju gelöst. Mit einem sechsten Platz beim Freiwasser-Europacup in Eilat (Israel) ebnete er am Sonntagmorgen den Weg nach Südkorea. Der 24-Jährige schlug über die olympischen zehn Kilometer nach 1:53:24 Stunden an und damit 27 Sekunden nach dem Sieger Marc-Antoine Oliver aus Frankreich. Aber viel wichtiger aus Sicht des Magdeburgers: Er blieb 24 Sekunden und zwölf Plätze vor Andreas Waschburger.

Das Duell zwischen Muffels und dem Konkurrenten im Kampf um das WM-Ticket war nötig geworden, nachdem beide in den regulären Qualifikationsrennen in Abu Dhabi (Emirate) und Doha (Katar) jeweils zum achten und sechsten Platz geschwommen waren. Mit Muffels' Erfolg können nun zwei Magdeburger ihren Start in Gwangju feiern: Denn Florian Wellbrock hatte seine Feier nach dem Sieg in Doha extra für diesen Moment verschoben. "Ich bin erleichtert, dass es für mich gereicht hat", sagte Muffels der Volksstimme. "Ich konnte die Geschwindigkeiten gut mitgehen und hatte das Feld sehr gut im Blick." Und Gwangju nun vor Augen.

Muffels rundete damit ein überaus erfolgreiches Wochenende der Magdeburger ab. Denn bereits am Sonnabend hatten auch Franziska Hentke und Sarah Köhler aus der SCM-Trainingsgruppe die Fahrkarte zur WM gelöst. Beim "Gothaer and friends"-Pokal in der Elbehalle blieb die 29-jährige Hentke mit 2:07,16 Sekunden über 200 Meter Schmetterling mehr als eine Sekunde unter der Norm. Die 24-jährige Köhler, die für die SG Frankfurt startet, kraulte über 1500 Meter in 16:08,43 Minuten zu den Titelkämpfen in Südkorea. Damit blieb sie 14,57 Sekunden unter der Vorgabe des Deutschen Schwimmverbandes (DSV).